Letztes Update am Mi, 02.10.2019 21:36

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Preiner nach erstem Siebenkampf-Tag Sechste - Aus für Dadic



Verena Preiner liegt im Siebenkampf bei der Leichtathletik-WM in Doha nach dem ersten Tag an der sechsten Stelle und weiter auf Medaillenkurs. Die 24-Jährige hat 3.821 Punkte auf dem Konto. Es führt die Britin Katarina Johnson-Thompson mit 4.138 vor der Belgierin Nafissatou Thiam mit 4.042. Auf Bronze fehlen Preiner nur 34 Punkte. Sie stellte über 200 m mit 23,96 Sekunden ihre Bestzeit ein.

Tränenreich und nach wenigen Sekunden ist am Mittwoch der Medaillentraum von Siebenkämpferin Ivona Dadic bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Doha geplatzt. Die Mitfavoritin auf eine Medaille musste die Auftaktdisziplin Hürdensprint vorzeitig beenden, es besteht Verdacht auf Muskelfasereinriss an der Rückseite des linken Oberschenkels.

Seit 2015 hat Dadic jedes Jahr entweder in der Halle oder Freiluft eine Medaille bei Großereignissen gewonnen. Heuer galt ihre ganze Konzentration den Welttitelkämpfen in Katar. Den einzigen Siebenkampf bestritt die bereits für Olympia 2020 qualifizierte Mehrkämpferin in Ratingen aus dem Training heraus, Teamkollegin Verena Preiner nahm ihr als Siegerin den ÖLV-Rekord ab. Nun muss die 25-jährige Dadic mit einer mehrwöchigen Pause rechnen.

„Morgen früh fahren wir in das Aspetar Hospital in die Ambulanz, dort werden wir ein Röntgen und einen Ultraschall machen und entscheiden dann, ob wir ein MRT machen oder nicht“, sagte Richard Högler, der Teamarzt des Österreichischen Leichtathletik Verbandes (ÖLV). Die weitere Therapie werde davon abhängen, wie viel Prozent des Muskels eingerissen sind. Ein paar Wochen Pause werden es mindestens sein.

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Dadic könne sich nichts vorwerfen, sagte der Mediziner. „Sie hat keine Verletzungen in dem Bereich gehabt. Sie hat sich auch gut aufgewärmt, gut gedehnt immer wieder.“ Die Erstbehandlung passierte noch in den Stadionkatakomben mit Eis und Schmerzmitteln.

„Enttäuscht, gefasst, enttäuscht, gefasst“, beschrieb Richard Högler den Gemütszustand der Athletin. „Es war überhaupt nicht absehbar. Sie hat ganz normal aufgewärmt, es gab gar keine Anzeichen, keine Probleme. Das ist jetzt natürlich sehr niederschmetternd“, brachte es Trainer Philipp Unfried auf den Punkt.




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