Letztes Update am Do, 03.10.2019 06:23

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wiener Urbanize-Festival zerpflückt die Wohnungsthematik



Hat man sich „urbane Erkundungen“ auf die Fahnen geschrieben, dann ist es bis zur Wohnungsthematik nicht weit: Das Wiener Urbanize-Festival, das von 9. bis 13. Oktober zum zehnten Mal stattfindet, verpasst sich heuer dementsprechend das Motto „Alle Tage Wohnungsfrage“ und versucht auf diese Weise, „das Private öffentlich zu denken“. Geboten werden Workshops, Führungen und viele Kulturevents.

Als fünftägiges Stadtlabor breitet sich das Festival in erster Linie über Wien-Favoriten aus und nimmt dort das Arbeiterheim ebenso in Beschlag wie das Fortuna-Kino oder das Wohnprojekt Gleis 21. Nur postleitzahltechnisch umdenken muss man am Eröffnungstag, wenn das an den 10. Bezirk angrenzende Belvedere 21 zum Schauplatz für die Lecture-Performance „Wohnen - Eine Einführung“ von Lars Moritz vom Institut für Alltagsforschung wird.

Einen historischen Kontext liefert das Jubiläumsjahr „100 Jahre Rotes Wien“, das die Veranstalter zum Anlass nehmen, „die soziale, ökologische, ökonomische und gesellschaftspolitische Dimension des Wohnens zu beleuchten“. Wie sich Anforderungen und Wohnvorstellungen verändert haben, zeigt etwa eine Führung durch den Goethehof in Kaisermühlen, der zwischen 1930 und 1931 errichtet wurde. Das noch sehr frische Sonnwendviertel und die Nordbahnhalle sind weitere Orte, an denen (Zwischen-)Nutzung und Stadtplanung veranschaulicht werden.

Das gemeinsame Wohnen in der Stadt, die Verwendung von geteilten Ressourcen sowie die Organisation des Alltäglichen wird in Workshops vertieft. Kurzfilme zum Wohnbau werden im Filmcasino gezeigt, die Wanderausstellung „Wohnen“ schlägt an verschiedenen Plätzen in Favoriten auf, und Conny Zenk spürt in der Performance „Wien du schlafende Stadt“ Orten der Ruhe und des Widerstands nach.

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