Letztes Update am Do, 03.10.2019 11:21

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Großeltern sollten 2.700 Euro „Mindestgehalt“ bekommen



Dem Trend der Zeit gehorchend, jede Tätigkeit mit Geld zu bewerten, hat sich ein Dienstleistungs-Online-Marktplatz den Agenden der Großeltern angenommen. Fazit: Für den Einsatz für die Enkerln wäre ein „Mindestgehalt“ von 2.700 Euro vorzusehen. Rund 1,6 Millionen Omas und Opas leben in Österreich, fast 70 Prozent der zwischen 60- und 79-jährigen Österreicher haben Enkeln.

Ein knappes Drittel der unter 14-Jährigen sieht die Großeltern täglich, 39 Prozent sehen sie zumindest wöchentlich. Bei der Berechnung des „Mindestgehalts“ wurde der durchschnittliche aktuelle Stundenlohn professioneller Dienstleister auf ProntoPro.at für die verschiedenen Tätigkeiten und Unterstützungsleistungen herangezogen, die auch von Großeltern erbracht werden, hieß es am Donnerstag.

Großeltern sind oft im wahrsten Sinn des Wortes Animateure. Bei professioneller Organisation zahlt man für einen Profi-Kinder-Animateur durchschnittlich 70 Euro pro Stunde. Ein Profi-Koch erhält etwa 85 Euro pro Stunde, eine Reinigungskraft etwa 15 Euro. Wer das zusätzliche Familienmitglied, den Hund, gleich „mitbetreuen lässt“, muss noch die Kosten für den Hundesitter dazu addieren. Hunde benötigen Bewegung - und bei zehn Stunden pro Woche kommen da rasch 400 Euro zusammen.

Als Privatchauffeur zum Sport- oder Musikunterricht oder zum besten Freund sind Großeltern ebenfalls sehr begehrt: Im Durchschnitt käme man da bei sechs Stunden in der Woche auf 192 Euro im Monat. Bei den Hausaufgaben und der Vorbereitung auf die Schularbeit sind Opa und Oma oft als Nachhilfelehrer im Einsatz: Für eine Stunde Nachhilfe verdient ein Privatlehrer durchschnittlich 15 Euro. Aber die Großeltern tun das alles ja nicht für Geld, sondern aus Liebe.

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