Letztes Update am Do, 03.10.2019 18:29

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


WADA arbeitet an neuer Bluttest-Methode für Dopingkontrollen



Die Blutabnahme aus der Vene eines Athleten bei einer Doping-Kontrolle soll durch einen Stich in den Finger abgelöst werden. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) arbeitet mit den nationalen Anti-Doping-Agenturen und dem Internationalen Olympischen Komitee an der neuen Form des Blutdoping-Tests.

Wie die WADA am Donnerstag mitteilte, sollen gewisse Aspekte des „Dried Blood Spot“ (DBS) bereits bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio eingeführt werden. Ziel sei es, die neue Methode für die Winterspiele 2022 in Peking bereitzustellen, um die regelmäßigen Blut- und Urintests damit zu ergänzen.

Die neue Methode ist laut WADA für Sportler praktischer, da ein Fingerstich für eine kleine Menge Blut für eine Probe ausreichen würde. Dies würde auch den Transport und die Lagerung erleichtern. Der DBS-Test, bei dem ein Blutstropfen auf Filterpapier getrocknet und anschließend analysiert wird, soll auch die Haltbarkeit der Proben erhöhen.

„Es herrscht Übereinstimmung unter den Projektteilnehmern, dass DBS ein Grundpfeiler für die Anti-Doping-Gemeinde sein könnte“, sagte Olivier Rabin, WADA-Direktor für Wissenschaft.




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