Letztes Update am Do, 10.10.2019 12:47

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Labour zu Neuwahlen am 26. November bereit



Die britische Labour-Opposition will nach einem Medienbericht Neuwahlen am 26. November unterstützen, sollte es nicht zu einem Brexit bis Ende des Monats kommen. Labour werde einer Auflösung des Parlaments zustimmen, wenn Premierminister Boris Johnson dies vorschlagen sollte, berichtete die Zeitung „The Sun“ ohne Angaben von Quellen.

Johnson pocht darauf, sein Land spätestens zum 31. Oktober aus der EU zu führen. Bisher zeichnet sich keine Einigung in dem Streit über einen Brexit-Vertrag ab. Zuletzt widersprachen EU-Diplomaten Berichten über Zugeständnisse an Johnson.

Eine neuerliche Verschiebung des britischen EU-Austritts ist nach Ansicht der Politikwissenschafterin Melanie Sully wahrscheinlicher als ein No-Deal-Brexit Ende Oktober. „Wahrscheinlich wird eine Verschiebung notwendig sein für Neuwahlen“, sagte Sully im APA-Gespräch. Die Frage sei, ob es zu einer kurzen Verschiebung für Neuwahlen komme oder zu einer längeren für ein zweites Referendum. Neuwahlen könnten frühestens Ende November stattfinden, sagte Sully. Für ein Referendum müsste der Brexit hingegen bis ins nächste Jahr verschoben werden.

Rund ein Viertel der in Großbritannien lebenden Österreicher suchten angesichts des Brexits indes um eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung in dem Königreich an. Das geht aus einem jüngst veröffentlichten Bericht der britischen Regierung hervor. Demnach sind bisher 9.500 Anträge eingegangen, allein im September waren es 1.800. Insgesamt leben mehr als 25.000 Österreicher auf der Insel. Bei den rund 25.000 Österreichern handelt es sich nach Angaben aus dem Außenministerium in Wien allerdings nur um jene, die auch in irgendeiner Weise vom System erfasst werden können. Im Gegensatz zu Österreich herrscht in Großbritannien keine Meldepflicht.




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