Letztes Update am Do, 10.10.2019 19:31

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Klima-Blockaden auf Pariser Straße und Londoner Flughafen



Klimaaktivisten des Bündnisses Extinction Rebellion haben in Paris und London weitere Verkehrsknotenpunkte besetzt. In Paris blockierten Dutzende Aktivisten die Durchgangsstraße Rue de Rivoli, die vom Concorde-Platz über den Louvre bis zum Rathaus führt. In London kletterten Aktivisten auf das Dach des City Airport. Der Flugverkehr lief aber zunächst ohne Störungen weiter.

„Befreit die in Autos eingesperrten Radfahrer“, skandierten die Klimaaktivisten in Paris. Sie hatten in der französischen Hauptstadt bereits an den vergangenen beiden Tagen den Verkehr in der Nähe der Seine-Insel Ile de la Cite behindert, auf der die Kathedrale Notre-Dame steht.

In London wollte Extinction Rebellion den City Airport drei Tage lang lahmlegen, wie die Aktivisten angekündigt hatten. Der nahe der Innenstadt gelegene Flughafen will nach eigenen Angaben eng mit der Londoner Polizei zusammenarbeiten, um „die Sicherheit der Passagiere zu gewährleisten“ und „Störungen gering zu halten“.

Seit Montag hat die Londoner Polizei mehr als 1.000 Klimaaktivisten festgenommen. Etwa 50 Anhänger der Umweltschutzgruppe Extinction Rebellion setzte Scotland Yard am Donnerstag am City Airport fest. Einem Mann mit einem Flugticket war es gelungen, beim Boarding auf das Dach einer Maschine zu klettern. Die Chefin von Scotland Yard, Cressida Dick, kritisierte das als „rücksichtslos, dumm und gefährlich“. Britischen Medien zufolge handelt es sich bei dem Mann um einen früheren paralympischen Radsportler.

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Seit Montag gehen die Aktivisten des Bündnisses in mehreren Ländern auf die Straßen, die Proteste sollen rund zwei Wochen dauern und insgesamt etwa 60 Städte betreffen. In Berlin blockierten Anhänger der Klimabewegung unter anderem mehrere Spreebrücken. In Wien besetzten Aktivisten am Montag eine Straßenkreuzung, am Mittwoch legten die Manifestanten die Salztorbrücke bis 21.30 Uhr lahm.




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