Letztes Update am Do, 10.10.2019 19:50

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Alaba fehlt ÖFB-Team in EM-Quali gegen Israel



David Alaba hat den Wettlauf gegen die Zeit verloren. Der Star von Bayern München ist nach seinem Haarriss in der Rippe für das EM-Qualifikationsspiel der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft am Donnerstagabend in Wien gegen Israel nicht einsatzfähig. Das bestätigte der ÖFB am frühen Nachmittag auf Twitter.

Ob Alaba auch für das folgenden Schlüsselspiel der EM-Qualifikation am Sonntag in Slowenien ausfallen wird, darüber wollte der Verband am Donnerstag auf Anfrage keine Angaben machen. Man wolle sich vorerst nur auf das Duell mit Israel konzentrieren, erklärte eine ÖFB-Sprecherin.

Alaba werde gegen Israel „im Stadion sein und die Mannschaft unterstützen“, gab der Verband bekannt. Zuvor hatte die deutsche Boulevardzeitung „Bild“ berichtet, der 27-Jährige sei frühzeitig vom Nationalteam abgereist und werde auch in Slowenien nicht dabei sein.

Im Gegensatz zu Alaba ist Konrad Laimer für das Spiel bereit. Der Mittelfeldmann von RB Leipzig, dem zuletzt Adduktorenprobleme zu schaffen machten, steht ebenso wie sein RB-Leipzig-Clubkollege Stefan Ilsanker in der Startformation des ÖFB-Teams von Franco Foda.

Ilsanker bildet mit Kapitän Julian Baumgartlinger das defensive Mittelfeld. Laimer dürfte eine Etappe weiter vorrücken. Den verletzten Rechtsverteidiger Stefan Lainer ersetzt wie erwartet Stefan Posch. In der Innenverteidigung kehrt neben Aleksandar Dragovic der zuletzt gegen Polen (0:0) wegen einer Partynacht auf die Ersatzbank verbannte Martin Hinteregger zurück.

Israels Teamchef Andreas Herzog setzt anstelle von WAC-Goalgetter Shon Weissman in der Startformation auf den Ex-Salzburger Munas Dabbur als zweiten Stürmer neben Eran Zahavi, dem Toptorschützen der EM-Qualifikation.

Alaba hatte sich die Verletzung vergangene Woche in der Champions League beim 7:2-Sieg der Bayern gegen Tottenham zugezogen. Die Münchner wollten den Wiener vorerst nicht für das Nationalteam abstellen. Nach Gesprächen mit ÖFB-Teamchef Franco Foda und Alaba kam der deutsche Meister aber dem Wunsch des Verbandes und des Spielers nach.

„Uns allen ist bewusst, dass es eine sehr, sehr wichtige Woche für uns ist. Da wollte ich natürlich dabei sein, um dem Team wie auch immer zu helfen“, hatte Alaba am Dienstag erklärt. Der Bayern-Star ließ sich manuell, mit Lymphdrainagen und mit Tabletten behandeln. Am Mittwochabend im Abschlusstraining stand er erstmals auf dem Trainingsplatz.

Foda hatte unter der Woche bereits mehrmals angekündigt, den Flügelspieler nur dann einzusetzen, wenn kein Risiko bestünde. Die Letztentscheidung würde aber bei Alaba selbst liegen. „Es ist in erster Linie schmerzabhängig“, sagte Foda am Mittwoch. Für einen Einsatz waren die Probleme offensichtlich noch zu groß. Laut Foda hatte sich auch ein Ödem gebildet.




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