Letztes Update am Fr, 11.10.2019 17:40

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


SPÖ veranstaltet „Zukunftskongress“ im April 2020



Die SPÖ will - voraussichtlich im April 2020 - einen Themenrat unter dem Titel „Zukunftskongress“ abhalten, bei dem die Ergebnisse des Reformprozesses der kommenden Monate präsentiert werden sollen. Einen Reformparteitag, wie ihn einige gefordert hatten, soll es nicht geben. Das sagte Parteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner bei einer Pressekonferenz am Freitagnachmittag nach der Präsidiumsklausur.

Bei der rund siebenstündigen Klausur sei es vor allem um inhaltliche und strukturelle Fragen gegangen, nicht um Personalia, versicherte sie: „Wir hatten keinerlei Personaldiskussion heute.“ Die Themen, die die verschiedenen Parteiorganisationen ebenso wie Vertreter der Zivilgesellschaft und der Wissenschaft in den kommenden Wochen und Monaten erarbeiten sollen, werden auch in eine groß angelegte, österreichweite Mitgliederbefragung im Frühjahr einfließen.

Für Wiens Bürgermeister Michael Ludwig wurden bei der Präsidiumsklausur „die ersten wichtigen Schritte gesetzt“. Diese sollen in der nächsten Woche dem Bundesparteivorstand vorgelegt werden. Damit starte ein Reformprozess, an dessen Ende ein „Zukunftskongress“ stehen soll. Personaldebatte sei keine geführt worden, so Ludwig vor Journalisten. Der Vorsitzenden sei das „Vertrauen geschenkt“ worden.

Auch der Salzburger SPÖ-Chef Walter Steidl gab sich beim Verlassen des Renner-Instituts mit dem Ergebnis „sehr zufrieden“. Die Beratungen seien „gut verlaufen“. Beinahe wortgleich resümierte FSG-Chef Rainer Wimmer.

Das Gros der SPÖ-Granden hatte die Präsidiumsklausur jedoch unbemerkt von den wartenden Pressevertretern verlassen. Bereits zu Mittag hatte sich Kärntens Landeschef Peter Kaiser aus terminlichen Gründen auf den Weg gemacht. Kaiser musste zu einer Bootstaufe nach Duino an der nördlichen Adria.




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