Letztes Update am So, 20.10.2019 16:58

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Austria nur 2:2 in St. Pölten - Hartberg mit 1:0 in Tirol



Die Austria hat in der Fußball-Bundesliga einen Erfolg in St. Pölten liegen gelassen. Die Wiener gingen am Sonntag beim 2:2 (1:0) gegen den Tabellenletzten zweimal in Führung, traten die Heimreise nach einem späten Elfertor von Rene Gartler (87.) aber nur mit einem Zähler im Gepäck an. Hartberg kehrte mit 1:0 bei der WSG Tirol auf die Siegerstraße zurück.

Christoph Monschein hatte die Austria mit seinem neunten Saisontor (5.) früh voran gebracht. Nach dem Ausgleich der Niederösterreicher durch Pak Kwang-ryong (59.) legte Alon Turgeman (67.) für die Wiener erneut vor. Durch Hartbergs Erfolg bei der WSG Tirol vergrößerte sich der Abstand der Austria auf Platz sechs auf drei Punkte. St. Pölten hält nun ebenso bei sieben Saisonzählern wie der Vorletzte Altach.

Den zweiten Siege in Folge einzufahren hatte sich die Austria zum Ziel gesetzt. Trainer Christian Ilzer baute seine Elf dafür erneut um. In der Abwehr-Dreierkette gab Michael Madl sein Comeback, in der Offensive sollten Alexander Grünwald und Dominik Fitz hinter der Doppelspitze mit Monschein und Turgeman für kreative Akzente sorgen. Schon eine der ersten Kombinationen ging auf: Grünwald fand Turgeman, der Monschein ins Spiel brachte. Dieser zögerte zwei Tage vor seinem 27. Geburtstag nicht lange und drosch den Ball mit links im Stil eines mit Selbstvertrauen ausgestatteten Spielers ins Kreuzeck.

St. Pölten, wo Nordkoreas Teamstürmer Pak rechtzeitig vor dem Spiel aus seiner Heimat zurückgekehrt war, konnte dem in der Anfangsphase wenig entgegensetzen. Die „Wölfe“ boten dem Gegner Räume an. Fitz (9.) und Turgeman (12.) fanden Chancen auf das 2:0 für die Wiener vor. Danach war es mit dem Elan der Austria aber zu Ende. Nach einer Viertelstunde verflachte die Partie zunehmend.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Die Austria fiel deutlich zurück und fand erst nach dem Seitenwechsel wieder statt. Doch auch St. Pölten arbeitete für das Erfolgserlebnis. Pak fand zunächst Husein Balic, dessen Flugkopfball deutlich vorbeiging. Der Nordkoreaner machte es dann selbst. Serbest und Madl standen bei einem tiefen Pass schlecht, Pak schloss souverän ab.

Die Austria wachte danach auf, es sollte aber dennoch nicht reichen. Der eingewechselte Gartler traf per Elfer, nachdem James Jeggo Daniel Luxbacher im Strafraum gerempelt hatte. Die Austria hatte sich zuvor nicht befreien können. In der Nachspielzeit hätte es Monschein noch einmal richten können, Riegler ließ sich aber nicht überwinden.

Mit einem 1:0-(0:0)-Erfolg bei der WSG Tirol kehrte der TSV Hartberg auf die Erfolgsstraße zurück. Nach nur einem Punkt aus den jüngsten vier Partien sorgte das Goldtor von Rajko Rep (61.) wieder für einen vollen Erfolg, mit dem die Steirer in der Tabelle Platz sechs absicherten.

Bei höchst windigen Bedingungen am Innsbrucker Tivoli lieferten sich die beiden Teams nach verhaltenem Start vor der Pause einen Kampf auf Augenhöhe. Mit dem Herausarbeiten von Chancen tat man sich aber hüben wie drüben eher schwer. Die beste Möglichkeit fand Tirols Julian Gölles vor, sein Kopfball völlig frei stehend aus rund sechs Metern wurde aber zum Rohrkrepierer (26.).

Hälfte zwei begann mit einer guten Chance für Hartberg-Stürmer Dario Tadic, der etwas zu schlampig abschloss und an Ferdinand Oswald scheiterte (46.). Rund 25 ereignisarme Minuten und einen Abseitstreffer von Benjamin Pranter (53.) später war der WSG-Schlussmann aber geschlagen. Den nicht unhaltbaren Weitschuss von Rep aus 20 Metern konnte Oswald, der wohl auch schlechte Sicht hatte, nur ins eigene Tor lenken.

Hartberg suchte die Vorentscheidung. Zehn Minuten später war Oswald gegen Rep allerdings am Posten, zuvor rettete bei einem Schuss von Tomas Ostrak Aluminium (64.), und im Finish knallte Hartbergs Bakary Nimaga einen Köpfler an die Latte (87.). Insgesamt kam von den Hausherren zu wenig, um noch einen Punkt mitzunehmen.




Kommentieren