Letztes Update am Di, 22.10.2019 15:44

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Salzburg sinnt in Champions League gegen Napoli auf Revanche



Sieben Monate nach ihrem bisher letzten Duell treffen Fußball-Serienmeister Salzburg und Napoli am Mittwoch (21.00 Uhr/live Sky) in Wals-Siezenheim erneut aufeinander. Nach dem Achtelfinal-Aus in der Europa League wollen sich die „Bullen“ nun in der Königsklasse schadlos halten. Salzburgs 6:2 über Genk und das 3:4 in Liverpool in den ersten beiden Gruppenspielen lassen auf ein Spektakel hoffen.

Der denkwürdige Abend vor drei Wochen, bei dem man die Anfield Road nach einer Aufholjagd von 0:3 auf 3:3 doch noch als Verlierer verlassen hatte, sei in keiner Weise spurlos an seiner Mannschaft vorübergegangen, betonte Innenverteidiger Maximilian Wöber. „In Liverpool war es für diese junge Mannschaft das erste Mal auf dieser großen Bühne. Wir hatten zu viel Respekt, haben daraus aber gelernt“, versicherte der 21-Jährige.

Ähnlich klang Trainer Jesse Marsch. Von seiner Truppe erwarte er sich am Mittwoch „ein angstloses Gefühl“, während es in Liverpool diesbezüglich „schwierig“ gewesen sei. „Wir haben viel daraus gelernt. Die Mannschaft wird mutig auftreten“, kündigte der US-Amerikaner an. „Wir werden nicht wie in Liverpool die ersten 30 Minuten verschlafen und alles versuchen, um die Null zu halten“, bestätigte Wöber.

Dass Napoli in der Offensive über Weltklassespieler verfügt, ist freilich eine Tatsache. Ob Arkadiusz Milik, der im März dieses Jahres das entscheidende Tor in Salzburg erzielte, Dries Mertens, Jose Callejon, Hirving Lozano, Lorenzo Insigne oder Amin Younes - Trainerroutinier Carlo Ancelotti verfügt vorne über eine Riege feiner, international erfahrener Spieler. „Wir haben mit unserer Viererkette extrem viel trainiert. Es wird sicher nicht einfach, aber wir sind gewappnet und top motiviert“, meinte Wöber dazu.

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Marsch, der alle zehn bisherigen Saisonspiele der Neapolitaner analysierte, hat offenbar keine Angst. „Ancelotti wechselt das System oft, es bleibt eine sehr gute Bewegung in der Mitte, immer mit verschiedenen Spielern. Wir sind auf schnelle Spieler aber auch auf Große wie Milik oder Lozano eingestellt“, erklärte der 45-Jährige. „Wichtig wird sein, dass wir Druck im Aufbau haben.“ Etwas, das in Liverpool vor der Halbzeit zu selten gelang.

Die Stürmerfrage stellt sich für Marsch immerhin nicht. Senkrechtstarter Erling Haaland, in 12 Saisonspielen 18-facher Torschütze, sei - so wie alle Kicker außer der langzeitverletzte Antoine Bernede - fit. „Haaland hat am Montag gut trainiert und wird zu 100 Prozent bereit sein“, versprach Marsch. Gegenüber dem Wochenende erhofft er sich freilich sowohl von der Mannschaft als auch von Haaland eine Steigerung. Da nämlich kam eine stark veränderte „Bullen“-Elf in Graz über ein 1:1 nicht hinaus. „Gegen Sturm war es für Erling nicht einfach, weil die Räume sehr eng waren. Aber das wird ein ganz anderes Spiel“, gab Marsch zu Protokoll.

Beruhigend ist aus Salzburger Sicht auch der Umstand, dass man seit 19 Europacup-Auftritten vor heimischer Kulisse ungeschlagen ist, 15 davon haben die „Bullen“ gewonnen. Die letzten sechs internationalen Gegner der Salzburger verließen Wals-Siezenheim stets als Verlierer - so wie auch Napoli beim 1:3 im März. Die „Azzurri“ warten hingegen in der Champions League seit acht Spielen auf einen Auswärtssieg. Fünf davon haben sie verloren. Zuletzt holten sie ein mageres 0:0 bei Genk.




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