Letztes Update am Mi, 23.10.2019 11:27

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Mindestens ein Mann in Museum in Südfrankreich verschanzt



Im südfranzösischen Urlaubsort Saint-Raphael hat sich mindestens ein Mann in einem Museum verschanzt. Die Polizei sprach Mittwochfrüh von bedrohlichen Inschriften auf Arabisch an der Außenwand des Gebäudes. Dort stand geschrieben: „Das Museum wird eine Hölle werden.“ Polizisten der Spezialeinheit Raid umstellten das archäologische Museum im Zentrum der Kleinstadt.

Unklar war zunächst, ob nicht sogar zwei Männer in das Museum eingedrungen waren. Nach Angaben aus Polizeikreisen soll dies in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch passiert sein. Die Polizei wurde dann gegen 07.30 Uhr in der Früh alarmiert.

Der Hintergrund des Vorfalls war zunächst völlig unklar. Bisher gelang es der Polizei demnach nicht, mit dem oder den Eindringlingen in Kontakt zu treten. Unklar war auch, ob der oder die Verschanzten Waffen bei sich hatten. Zudem wurden Sprengstoff-Experten vor Ort erwartet, wie es aus den Polizeikreisen weiter hieß.

Nach Angaben der Behörden der Region sollten die Inschriften an der Fassade des Museums in ihrer Gesamtheit erst noch übersetzt werden. Der Bürgermeister der Stadt, Frederic Masquelier, sowie Staatsanwalt Patrice Camberou wollten am Vormittag eine Pressekonferenz geben.

Die Hafenstadt Saint-Raphael mit ihren 35.000 Einwohnern liegt an der Cete d‘Azur im Departement Var zwischen Cannes und Saint-Tropez. Das archäologische Museum befindet sich in der historischen Altstadt, neben einer romanischen Kirche, es zeigt insbesondere archäologische Unterwasser-Funde. Es wird jedes Jahr von rund 20.000 Menschen besucht.




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