Letztes Update am Mi, 23.10.2019 11:29

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Schwere Unwetter in Katalonien und Südfrankreich



In Spanien werden nach heftigen Unwettern mindestens drei Menschen vermisst. Besonders schwer betroffen von Starkregen und Gewittern waren die Region Katalonien im Nordosten des Landes und die Balearen mit der Urlaubsinsel Mallorca. Auch in Südfrankreich haben Unwetter zu Schäden und Verkehrsbehinderungen geführt.

In der Region von Conca de Barbera in der katalanischen Provinz Tarragona suchten Einsatzkräfte nach einer Mutter und ihrem Kind, berichtete das spanische Fernsehen. Wassermassen hätten ihren Bungalow mitgerissen, nachdem ein Fluss über die Ufer getreten war. Ein weiterer Mensch werde in der Gemeinde Arenys de Munt in der Provinz Barcelona vermisst, teilte die örtliche Feuerwehr auf Twitter mit. Die Person soll ebenfalls in den Wassermassen verschwunden sein. Nach Angaben des Zivilschutzes mussten in Katalonien zahlreiche überflutete Straßen gesperrt werden.

Auch auf Mallorca und Ibiza führten Unwetter zu Überschwemmungen und umgestürzten Bäumen. Auf beiden Inseln kam es am Dienstag auch zu Beeinträchtigungen des Flugverkehrs, wie der Dienst der Fluglotsen twitterte. Maschinen seien unter anderem nach Barcelona und Valencia umgeleitet worden. Für Mittwoch wurden auf den Balearen und in Katalonien weitere Regenfälle mit Maximalwerten von 20 Grad erwartet.

Unwetter mit Starkregen und Wind haben auch in Südfrankreich zu Schäden und Verkehrsbehinderungen geführt. Vor allem in den Nähe des Mittelmeers wurden zahlreiche Straßen gesperrt, berichtete der Radionachrichtensender Franceinfo am Mittwoch. Bäume wurden entwurzelt und Hausdächer abgedeckt. Menschen kamen zunächst nicht zu Schaden.

Für mehrere Departements im Süden gab es eine Unwetterwarnung. Im Departement Aude wurden in der Nähe von Narbonne zwei Campingplätze vorsichtshalber geräumt. Hunderte Feuerwehrleute waren in der Region im Einsatz. Die Präfektur des Verwaltungsbezirks Aude forderte Bürger auf, Sicherheitsregeln zu befolgen und überflutete Straßen zu vermeiden.




Kommentieren