Letztes Update am Mi, 23.10.2019 11:47

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ein Toter nach schweren Unwetter in Katalonien



Nach schweren Überschwemmungen infolge sintflutartiger Regenfälle in Katalonien ist die Leiche eines Mannes gefunden worden. Zwei weitere Menschen würden noch vermisst, berichteten die Behörden am Mittwoch. Auch in Südfrankreich haben Unwetter zu Schäden und Verkehrsbehinderungen geführt.

Die Leiche des seit dem Vorabend vermissten Mannes wurde demnach im Morgengrauen am Strand der rund 40 Kilometer von Barcelona entfernten Gemeinde Caldes d‘Estrac entdeckt.

In der Region von Conca de Barbera in der katalanischen Provinz Tarragona suchten Einsatzkräfte zudem nach einer Mutter und ihrem Kind, berichtete das spanische Fernsehen. Wassermassen hätten ihren Bungalow mitgerissen, nachdem ein Fluss über die Ufer getreten war.

In der spanischen Region war in der Nacht auf Mittwoch heftiger Regen niedergegangen. Erdrutsche und Überschwemmungen blockierten rund 40 Straßen sowie mehrere Bahnstrecken. Rund 25.000 Haushalte waren ohne Strom. Nach Angaben des Zivilschutzes mussten in Katalonien zahlreiche überflutete Straßen gesperrt werden.

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Auch auf Mallorca und Ibiza führten Unwetter zu Überschwemmungen und umgestürzten Bäumen. Auf beiden Inseln kam es am Dienstag auch zu Beeinträchtigungen des Flugverkehrs, wie der Dienst der Fluglotsen twitterte. Maschinen seien unter anderem nach Barcelona und Valencia umgeleitet worden. Für Mittwoch wurden auf den Balearen und in Katalonien weitere Regenfälle mit Maximalwerten von 20 Grad erwartet.

Unwetter mit Starkregen und Wind haben in Südfrankreich ebenfalls zu Schäden und Verkehrsbehinderungen geführt. Vor allem in den Nähe des Mittelmeers wurden zahlreiche Straßen gesperrt, berichtete der Radionachrichtensender Franceinfo am Mittwoch. Bäume wurden entwurzelt und Hausdächer abgedeckt. Menschen kamen zunächst nicht zu Schaden.

Für mehrere Departements im Süden gab es eine Unwetterwarnung. Im Departement Aude wurden in der Nähe von Narbonne zwei Campingplätze vorsichtshalber geräumt. Hunderte Feuerwehrleute waren in der Region im Einsatz. Die Präfektur des Verwaltungsbezirks Aude forderte Bürger auf, Sicherheitsregeln zu befolgen und überflutete Straßen zu vermeiden.




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