Letztes Update am Mi, 23.10.2019 14:18

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Moskau droht Kurdenmiliz YPG



Nach der russisch-türkischen Einigung über die Kontrolle von Grenzgebieten in Nordsyrien hat Moskau der Kurdenmiliz YPG gedroht. Sollte die Miliz mit ihren Waffen nicht aus den Gebieten abziehen, würden sich zwar die syrische Grenzwächter und die russische Militärpolizei zurückziehen, hieß es. „Die verbleibenden kurdischen Formationen werden dann aber von der türkischen Armee in der Tat zermalmt.“

Nach der Einigung rückten am Mittwsoch Einheiten der russischen Militärpolizei in die Gebiete vor. Das teilte das Verteidigungsministerium in Moskau am Mittwoch mit. Demnach habe der Konvoi um 12.00 Uhr Ortszeit (11.00 Uhr MESZ) den Fluss Euphrat überquert und sei weiter Richtung Norden unterwegs, hieß es.

Syrische Militärkreise berichteten, russische Militärpolizisten seien mit vier Fahrzeugen in die Grenzstadt Kobane eingerückt und hätten in Richtung des Grenzübergangs bewegt. Die kurdische Miliz YPG hatte die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) im Frühjahr 2015 aus Kobane vertrieben. In der vergangenen Woche verließen die bisher mit den Kurden verbündeten US-Truppen ihren dortigen Stützpunkt.

Am Dienstagabend hatten sich Russland und die Türkei über einen weiteren Abzug der YPG aus Grenzgebieten geeinigt. In dem Abkommen wurde eine 150-Stunden-Frist (rund sechs Tage) für deren Abzug gesetzt. In dieser Zeit werden demnach die russische Militärpolizei und syrische Grenzeinheiten zur Kontrolle des Abzugs eingesetzt. Das läuft dann auf eine Waffenruhe hinaus. Danach soll es gemeinsame Patrouillen von Russland und der Türkei geben.Moskaus Militärpolizei rückte an syrisch-türkische Grenze vor

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.




Kommentieren