Letztes Update am Do, 24.10.2019 04:12

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Durchsuchungen nach Fund von 39 Leichen in Lkw in England



Nach dem Fund von 39 Leichen in einem Lkw-Sattelauflieger nahe London werden immer neue Details zu den Ermittlungen bekannt. Britischen Medienberichten zufolge wurden in der Nacht auf Donnerstag zwei Wohnungen in Nordirland durchsucht - dem Herkunftsland des festgenommenen Lastwagenfahrers. Von einem Zusammenhang mit dem Fall sei stark auszugehen, hieß es.

Demnach könnten die Menschen im Laderaum erfroren sein, da es sich bei dem Anhänger um einen Kühlcontainer handelte. Die Umstände deuten stark darauf hin, dass es sich bei den noch nicht identifizierten Toten - laut Polizei handelt es sich um 38 Erwachsene und einen Teenager - um ins Land geschleuste Migranten handeln dürfte. Offiziell bestätigt ist das bisher aber ebenso wenig wie die Todesursache. Unklar ist auch, ob der Lkw-Fahrer wusste, dass sich die Menschen in dem weißen Container befanden. Der 25-Jährige steht unter Mordverdacht.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Lastwagen in Bulgarien gestartet ist. Nach Polizeiangaben war der Anhänger schließlich per Schiff vom belgischen Hafen Zeebrugge ins englische Purfleet transportiert worden und dort am frühen Mittwochmorgen angekommen. Purfleet ist nicht weit entfernt vom Fundort, einem Industriegebiet der Stadt Grays. Den Ermittlern zufolge wurde der Container anscheinend eine halbe Stunde nach Mitternacht (Ortszeit) an Land gebracht und dort an die Zugmaschine aus Nordirland gekoppelt. Das Gespann habe den Hafen dann kurz nach 1.00 Uhr verlassen. Sanitäter hätten die Polizei schließlich gegen 1.40 Uhr über den Leichenfund im Lkw informiert. Wer die Rettungskräfte alarmiert hatte, ist noch immer nicht bekannt.

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