Letztes Update am Do, 24.10.2019 16:15

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Rapid wehrt sich vor Duell gegen Salzburg: Keine Überhärte



Das bestimmende Thema nach dem Bundesliga-Sonntagsspiel von Rapid gegen Wolfsberg war die harte Gangart der Wiener. Auch gegen Salzburg werde Rapid am Sonntag „physisch spielen“, kündigte Trainer Dietmar Kühbauer an. Die Austria will nach zwei Niederlagen gegen die WSG Tirol am Wochenende erstmals anschreiben. Sturm tritt im Auswärtsspiel in St. Pölten am Samstag als Favorit an.

Die Grün-Weißen wiesen Vorwürfe, man habe Verletzungen in Kauf genommen, strikt zurück. „Unsere Spieler sind leidenschaftlich und mit hohem Willen in die Begegnung gegangen, aber sicher nicht, um jemanden zu verletzen“, wehrte sich jetzt auch Wirtschafts-Geschäftsführer Christoph Peschek.

Nun trifft Rapid am Sonntag auswärts im Schlager der 12. Runde auf Spitzenreiter Salzburg. Die Begegnung gibt es im Kalenderjahr bereits zum fünften Mal, wobei die Bilanz von Rapid klar negativ ist. Vier Spiele gingen verloren, nur einmal setzten sich die Wiener durch. Am 24. Februar feierte man vor eigenem Publikum in der Liga einen 2:0-Sieg gegen die „Bullen“. ́

Nach elf Runden stehen die Hütteldorfer auf Platz vier, ab jetzt soll der „nächste Schritt“ gelingen. Partien, in denen man die bessere Mannschaft ist, sollen öfter gewonnen, die Punkteausbeute dadurch verbessert werden. Mit Salzburg kommt der härteste Gegner gleich zu Beginn der Rückrunde.

Nach zwei Niederlagen will die Austria gegen die WSG am Wochenende erstmals anschreiben. Dabei helfen soll, dass die Partie in der 12. Runde der Fußball-Bundesliga zu Hause in Wien-Favoriten stattfindet. Dort soll der dritte Heimsieg in Folge gelingen. „Für die ganze Austria-Familie wären drei Punkte am Samstag enorm wichtig“, betonte Tarkan Serbest.

„Wir haben jetzt die Möglichkeit, es daheim vor unseren eigenen Fans besser zu machen als in Tirol“, sagte der Defensivmann, der vor seinem 100. Bundesliga-Einsatz steht. Zum Liga-Auftakt im Juli hatten sich die Wiener beim Aufsteiger in Innsbruck eine 1:3-Watsche abgeholt. Ende September wurde es im ÖFB-Cup noch schlimmer: Die WSG setzte sich im Zweitrunden-Duell in Wattens verdient 5:2 durch, nachher wurde medial schon der bevorstehende Rauswurf von Austria-Coach Christian Ilzer heraufbeschworen.

Seit der Schmach von Wattens ist es nur sehr mühsam und minimal bergauf gegangen. Auf einen Schritt nach vorne folgte meistens wieder einer zurück. Am Sonntag holte die Austria gegen den Letzten St. Pölten nur ein 2:2-Remis. In der Tabelle stehen die Violetten auf dem siebenten Platz, drei Zähler hinter Hartberg.

Die Tiroler, die zuletzt in vier Spielen nur einen Punkt gewannen, wollen den Großstädtern auch beim dritten Mal ein Bein stellen. Allerdings gab Trainer Thomas Silberberger zu bedenken, dass man nun wieder auf eine neue Austria treffe, die den Reset-Knopf gedrückt habe und mit einer Fünferkette in der Abwehr zur „Basis zurückgekehrt“ sei.

Tabellarisch mittlerweile auf Platz neun zurückgefallen, sieht Silberberger sein Team dort, „wo wir uns am Ende hinsehnen“. Es habe sich herauskristallisiert, „wo die Reise hingeht“, wenngleich zuletzt der eine oder andere Punkte „grob fahrlässig“ liegen gelassen worden sei.

Sturm Graz schlüpft nach dem „Prestige-Punkt“ gegen Salzburg wieder in eine Rolle, die den Steirern nicht immer behagt. Im Auswärtsspiel beim Bundesliga-Letzten St. Pölten am Samstag (17.00 Uhr) tritt Sturm als Favorit an und muss Initiative übernehmen. Während der Fünfte mit einem Sieg in die Rückrunde des Grunddurchgangs starten will, hofft St. Pölten auf den zweiten Saisonerfolg überhaupt.

„Jedes Spiel ist wie ein Tanz, wo auch der Partner dazugehört. Gegen St. Pölten sollte Sturm der Tanzpartner sein, der führt“, meinte Nestor El Maestro zur Ausgangslage. Sturms Trainer kann in der NV-Arena fast auf seinen gesamten Kader zurückgreifen. Einzig Kapitän Stefan Hierländer war aufgrund von Knieproblemen fraglich. Zum Saisonstart gewann Sturm das Duell daheim mit 3:0, wobei St. Pölten nach einer Roten Karte gegen Rene Gartler über eine Stunde in Unterzahl agieren musste.

St. Pölten kassierte gegen Sturm zuletzt zwei Niederlagen, wobei den Niederösterreichern auch beim 0:1 im Mai kein Treffer gelang. Acht Tore in der Meisterschaft sind insgesamt keine allzu große Ausbeute. Dass der Schnitt beim 2:2 gegen die Austria deutlich erhöht wurde, ist für Alexander Schmidt ein gutes Zeichen. Seine Mannschaft wartet zu Hause schon seit Dezember des Vorjahres auf einen Erfolg in der Liga.

Den TSV Hartberg und den SV Mattersburg trennen in der Fußball-Bundesliga nur zwei Ränge, die Ausgangslage vor dem direkten Duell zum Start in die Rückrunde des Grunddurchgangs ist aber eine unterschiedliche. Während sich die Oststeirer vor dem Heimspiel am Samstag (17.00 Uhr) wie im Vorjahr in den Top Sechs festgesetzt haben, war bei den Burgenländern zuletzt Feuer am Dach.

Die 2:7-Niederlage beim LASK habe man „beinhart analysiert“, meinte Trainer Franz Ponweiser am Donnerstag. Er sprach von schweren individuellen Fehlern, die seinem Team nach einer ansprechenden ersten Halbzeit (2:3) eine schlussendlich deutliche Abfuhr bescherten. Mit 32 kassierten Treffern ist Mattersburg in dieser Wertung unfreiwillig die Nummer eins.

In Hartberg weist man die Favoritenrolle eher von sich. „Es gibt in der Liga keinen Gegner, bei dem wir als Hartberg sagen können, dass ein klein bisschen weniger auch recht, das ist nie der Fall“, betonte Markus Schopp zuletzt. Die bereits eingefahrenen 15 Zähler seien aber „richtig gut“, urteilte der Ex-Teamspieler. Seine Mannschaft „brenne“. Wie im Vorjahr befindet sich Hartberg aktuell in der oberen Tabellenhälfte. Drei Zähler beträgt der Vorsprung auf die Austria.




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