Letztes Update am Fr, 25.10.2019 12:46

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Unabhängigkeitskämpfer und Regierung von Jemen einigen sich



Unabhängigkeitskämpfer im Südjemen und die international anerkannte Regierung des Jemen haben sich auf eine Machtteilung geeinigt. Wie am Freitag von beiden Seiten bestätigt wurde, soll der Übergangsrats des Südens (STC) mehrere Ministerien erhalten. Außerdem soll die Regierung nach Aden zurückkehren, wie es von offizieller Seite und in saudi-arabischen Medienberichten hieß.

Die hinter dem STC stehenden Unabhängigkeitskämpfer aus dem Südjemen hatten im August nach tagelangen Kämpfen gegen Regierungstruppen unter anderem den Präsidentenpalast in Aden erobert. Die Kämpfe offenbarten Risse innerhalb der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition, welche die Regierung im Krieg gegen die Houthi-Rebellen im Norden unterstützt.

Unter der Vermittlung von Saudi-Arabien fanden in den vergangenen Wochen indirekte Gespräche in der saudiarabischen Stadt Jiddah statt. Ein STC-Vertreter bestätigte in Riad, dass es eine Einigung gegeben habe. Jemens Präsident Abedrabbo Mansur Hadi und der STC-Chef Aidarus al-Subaidie würden zu einer Zeremonie zur Vertragsunterzeichnung in Riad erwartet. Präsident Hadi lebt dort derzeit im Exil.

Auch ein Vertreter der jemenitischen Regierung, der nicht namentlich genannt werden wollte, bestätigte die Einigung und die geplante Unterzeichnung. Seinen Angaben zufolge soll die Regierung nach der Unterzeichnung binnen einer Woche nach Aden zurückkehren.

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Die im Südjemen gelegene Hafenstadt Aden ist seit Jänner 2015 die Interimshauptstadt der international anerkannten Regierung Hadis. Der Präsident war aus der eigentlichen Hauptstadt Sanaa geflohen, als diese von den Houthi-Rebellen besetzt wurde. Er befindet sich mittlerweile allerdings im Exil in Saudi-Arabien.

Im Jemen herrscht seit 2015 Krieg zwischen den von Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen Hadis und den Houthi-Rebellen, hinter denen der Iran steht.

Die Frontstellung in dem Konflikt in Aden war in den vergangenen Monaten eine andere: Dort kämpfen die Truppen des Präsidenten gegen Separatisten, die seit Jahrzehnten für einen unabhängigen Staat Südjemen kämpfen, wie er bereits vor der jemenitischen Vereinigung 1990 bestanden hatte.




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