Letztes Update am Fr, 25.10.2019 17:39

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wiener Austria peilt gegen Tirol nächsten Heimsieg an



Punkte sammeln für das obere Play off heißt die Devise für die Samstag-Spiele der 12. Bundesliga-Runde. Als aktuell Fünfter gastiert Sturm Graz bei Schlusslicht St. Pölten und ist von der Papierform her Favorit. Der Sechste Hartberg hat den Achten Mattersburg zu Gast und will von der Favoritenrolle nichts wissen. Die Wiener Austria, aktuell Siebenter, hat gegen Tirol (9.) drei Punkte eingeplant.

Sturm Graz schlüpft nach dem „Prestige-Punkt“ gegen Salzburg wieder in eine Rolle, die den Steirern nicht immer behagt. Im Auswärtsspiel beim Bundesliga-Letzten St. Pölten tritt Sturm als Favorit an und muss Initiative übernehmen. „Jedes Spiel ist wie ein Tanz, wo auch der Partner dazugehört. Gegen St. Pölten sollte Sturm der Tanzpartner sein, der führt“, meinte Nestor El Maestro zur Ausgangslage. Sturms Trainer kann in der NV-Arena fast auf seinen gesamten Kader zurückgreifen. Einzig Kapitän Stefan Hierländer war aufgrund von Knieproblemen fraglich.

St. Pölten kassierte gegen Sturm zuletzt zwei Niederlagen. Das Problem bleibt die Offensive, acht Tore in der Meisterschaft sind insgesamt keine allzu große Ausbeute. „Im Leistungssport spielt sich viel im Kopf ab. Es war wichtig, dass wir gegen die Austria (2:2) viel präsenter waren und uns belohnt haben. Das kann schon Kräfte freisetzen“, betonte SKN-Coach Alexander Schmidt. Seine Mannschaft wartet zu Hause schon seit Dezember des Vorjahres auf einen Erfolg in der Liga.

Nach zwei Niederlagen will die Austria gegen die WSG Tirol am Wochenende erstmals anschreiben. Dabei helfen soll, dass die Partie in Wien-Favoriten stattfindet. Dort soll der dritte Heimsieg in Folge gelingen. „Für die ganze Austria-Familie wären drei Punkte am Samstag enorm wichtig“, betonte Tarkan Serbest. Zum Liga-Auftakt im Juli hatten sich die Wiener beim Aufsteiger in Innsbruck eine 1:3-Watsche abgeholt. Ende September wurde es im ÖFB-Cup noch schlimmer: Die WSG setzte sich im Zweitrunden-Duell in Wattens verdient 5:2 durch.

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Die Tiroler, die zuletzt in vier Spielen nur einen Punkt gewannen, wollen den Großstädtern auch beim dritten Mal ein Bein stellen. Allerdings gab Trainer Thomas Silberberger zu bedenken, dass man nun wieder auf eine neue Austria treffe, die den Reset-Knopf gedrückt habe und mit einer Fünferkette in der Abwehr zur „Basis zurückgekehrt“ sei.

Den TSV Hartberg und den SV Mattersburg trennen in der Bundesliga derzeit nur zwei Ränge, die Ausgangslage vor dem direkten Duell zum Start in die Rückrunde des Grunddurchgangs ist aber eine unterschiedliche. Während sich die Oststeirer vor dem Heimspiel am Samstag wie im Vorjahr in den Top Sechs festgesetzt haben, war bei den Burgenländern zuletzt Feuer am Dach. Die 2:7-Niederlage beim LASK habe man „beinhart analysiert“, meinte Trainer Franz Ponweiser. Er sprach von schweren individuellen Fehlern, die seinem Team eine schlussendlich deutliche Abfuhr bescherten. Die Ausgangslage vor dem Wochenende beschrieb Ponweiser so: „Einfach gesagt fahren wir als Außenseiter nach Hartberg aufgrund der letzten Ergebnisse und Leistungen.“

In Hartberg weist man die Favoritenrolle eher von sich. „Es gibt in der Liga keinen Gegner, bei dem wir als Hartberg sagen können, dass ein klein bisschen weniger auch recht, das ist nie der Fall“, betonte Markus Schopp zuletzt. Die bereits eingefahrenen 15 Zähler seien aber „richtig gut“, urteilte der Ex-Teamspieler.




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