Letztes Update am Sa, 26.10.2019 14:36

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Neuseeländerin Robinson gewann in Sölden vor Shiffrin



Der alpine Skiwinter hat mit einer Riesensensation begonnen. Die 17-jährige Neuseeländerin Alice Robinson gewann den Weltcup-Riesentorlauf am Samstag in Sölden vor US-Superstar Mikaela Shiffrin (0,06 Sek.) und der Französin Tessa Worley (0,36). Beste Österreicherin war überraschend Franziska Gritsch als Siebente, Bernadette Schild schied mit Verdacht auf Knieverletzung aus.

Gritsch griff aus Halbzeitrang 28 an. „Ich freue mich wahnsinnig, dass ich es im zweiten Durchgang zeigen konnte. Ich habe Gas gegeben, ich finde das einfach mega“, sagte die Ötztalerin, die in ihrem sechsten Riesentorlauf das erste Mal punktete. Eine weitere große Überraschung im Finale war die Norwegerin Maria Therese Tviberg, die mit Startnummer 58 nach Platz 26 zur Pause auf Endrang sechs fuhr. Es war erst ihr zweiter Weltcup-Riesentorlauf.

Siegerin Robinson sorgte für den erst sechsten Weltcupsieg für Neuseeland, den ersten im Riesentorlauf. „Das ist wirklich verrückt. Ich war nervös, wollte ruhig bleiben und versuchen, es zu genießen“, sagte sie im ORF-Interview. Gesamtweltcupsiegerin und RTL-Kugelgewinnerin Shiffrin war mit „dem Podestplatz im ersten Rennen der neuen Saison“ zufrieden, das sei immer eine gute Sache. Zu Robinson meinte sie: „Das ist cool, ich gratuliere ihr.“

Dem österreichischen Damenteam droht indes der nächste Ausfall. Bernadette Schild war zur Halbzeit als Zwölfte beste ÖSV-Läuferin, im Finale kam sie zu Sturz und verletzte sich dabei am Knie. Die Salzburgerin wurde mit dem Hubschrauber abtransportiert und ins Sanatorium Kettenbrücke nach Innsbruck geflogen. Der neue Damen-Chef Christian Mitter musste beim Saisonauftakt schon Anna Veith (steigt frühestens in Killington ein), Stephanie Brunner (fehlt mit Kreuzbandriss gesamte Saison) und Katharina Liensberger (kein gültiger Ausrüstervertrag) vorgeben.




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