Letztes Update am So, 27.10.2019 12:44

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Schiff Open Arms rettet 45 Migranten vor Lampedusa



Das Rettungsschiff Open Arms hat am Samstagabend 45 Migranten 30 Seemeilen südlich von Lampedusa gerettet. Die Migranten befanden sich an Bord eines Holzbootes, das in Seenot geraten war. Die Rettung erfolgte in maltesischen Gewässern, teilte die spanische Hilfsorganisation Proactiva Open Arms, Betreiberin des Schiffes, mit.

Die Hilfsorganisation bemängelte, dass sie die maltesischen Rettungskräfte alarmiert habe, diese hätten jedoch auf die Hilferufe nicht reagiert. Daraufhin habe die Crew der Open Arms beschlossen, selber die Migranten zu retten, die mehrheitlich aus Eritrea, Somalia, Bangladesch, Guinea und Sierra Leone stammen.

Das Boot war von Zwara in Libyen abgefahren. Die Migranten wurden an Bord behandelt. Noch unklar ist, wohin sie jetzt gebracht werden sollen.

Bei einer weiteren Rettung von Migranten aus dem Mittelmeer wurde die Besatzung des deutschen Rettungsschiffs „Alan Kurdi“ nach eigenen Angaben von libyschen Streitkräften mit Schusswaffen bedroht. Drei libysche Schiffe hätten die „Alan Kurdi“ bedrängt, Maskierte hätten Warnschüsse in die Luft und ins Wasser abgegeben, sagte der Sprecher der Hilfsorganisation Sea-Eye, Gorden Isler, der Deutschen Presse-Agentur.

Viele Migranten seien in Panik ins Wasser gesprungen, auch sie seien mit Maschinenpistolen bedroht worden. „Zum Glück haben wir schon Rettungswesten verteilt, sonst hätte es Tote gegeben“, sagte Isler.




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