Letztes Update am Mo, 28.10.2019 18:44

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Befürwortung eines EU-Austritts Österreichs auf Rekordtief



Die Wirren rund um den Brexit haben den Österreichern keine größere Lust zum Austritt aus der EU gemacht. Der Anteil jener, die dezidiert einen „Öxit“ befürworten, ist mit zehn Prozent auf ein Rekordtief gesunken. Das geht aus einer Umfrage der Sozialwissenschaftlichen Studiengesellschaft (SSW) hervor, die von der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE) veröffentlicht wurde.

Die Umfrage wurde bereits im September durchgeführt und am Montag veröffentlicht. Demnach übertrifft der Anteil jener, die nicht wissen, ob Österreich aus der EU austreten sollte oder nicht, erstmals seit Beginn der ÖGfE-Umfragen zu diesem Thema 1995 die Anzahl der dezidierten EU-Gegner. Diesmal stehen 16 Prozent „Weiß nicht“ 10 Prozent Austrittsforderern gegenüber. Dafür ist die Befürwortung der EU-Mitgliedschaft mit 74 Prozent bereits seit längerem unvermindert hoch.

Interessant ist insbesondere die Entwicklung der vergangenen zehn Jahre. Um 2009 stand der Anteil der EU-Befürworter ähnlich hoch wie heute. Dieser nahm dann ab 2012 deutlich ab und erreichte im April 2016, zwei Monate vor der Brexit-Abstimmung in Großbritannien, mit 60 Prozent seinen Tiefpunkt. Nach dem Votum stieg die Zustimmung zur Europäischen Union in Österreich dann wieder steil an und liegt nun schon seit Mitte 2017 konstant bei rund drei Viertel der Befragten.

Die SSW befragte zwischen 6. und 13. September 2019 rund 500 repräsentativ ausgewählte Personen telefonisch. Die Schwankungsbreite beträgt +/- 4,3 Prozent.

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