Letztes Update am Di, 29.10.2019 08:56

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Toter und mehrere Verletzte bei Beben auf den Philippinen



Bei einem Erdbeben der Stärke 6,6 auf den Philippinen ist ein Jugendlicher getötet worden. Mehrere weitere Menschen wurden verletzt, wie die Behörden am Dienstag mitteilten. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS traf das Beben die Insel Mindanao im Süden des Landes. Demnach kam es auch zu einer Reihe von Nachbeben. Die Gefahr eines Tsunamis bestehe nicht.

Bei dem Todesopfer handelt es sich um einen Schüler, der sich während des Bebens aus seiner Schule in der Stadt Magsaysay retten wollte. Der Bub sei unter eine einstürzende Wand geraten, sagte ein Stadtsprecher. An der Schule sei Panik ausgebrochen, mehrere weitere Schüler seien verletzt worden.

„Gebäude haben sich nicht nur bewegt, sie schwankten“, sagte der Arzt Gadi Sorilla vom rund 25 Kilometer vom Epizentrum entfernten Krankenhaus in Tulunan. „Ich habe zu Gott gebetet“, sagte er weiter. Etwa zehn Patienten seien kurz nach dem Beben in das Krankenhaus gebracht worden. Einige von ihnen hätten Kopfverletzungen erlitten.

Das Beben hielt nach Behördenangaben in einigen Gegenden fast eine Minute lang an. Mehrere Wohnhäuser und öffentliche Gebäude wurden beschädigt, Schulen in der Region als Vorsichtsmaßnahme geschlossen.

Der Bürgermeister von Tulunan, Reuel Limbungan, sagte, das Gebäude der Stadtverwaltung sei bei dem Beben zerstört worden. Es gebe zahlreiche Berichte über Verletzte, diese seien bisher aber nicht bestätigt. Der örtliche Katastrophenschutz erklärte, es gebe Berichte über einen Vermissten, auch diese seien jedoch noch nicht bestätigt.

Erst vor knapp zwei Wochen war Mindanao von einem Erdbeben der Stärke 6,4 erschüttert worden. Es gab mindestens fünf Tote, dutzende Gebäude wurden beschädigt. 570 Menschen befinden sich nach Behördenangaben noch in Notunterkünften.

Die Philippinen liegen auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, einer Region mit starker seismischer Aktivität. Dort kommt es häufig zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen.




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