Letztes Update am Di, 29.10.2019 10:58

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Mindestens sechs Tote bei Beben auf den Philippinen



Bei einem Erdstoß im Süden der Philippinen sind am Dienstag mindestens sechs Menschen getötet worden. Mehr als 300 Menschen wurden durch das Beben der Stärke 6,6 auf der Insel Mindanao verletzt. Unter den Toten sind auch mindestens zwei Kinder. Demnach kam es auch zu einer Reihe von Nachbeben. Die Gefahr eines Tsunamis bestehe nicht.

Das Beben erschütterte die Region um 9.04 Uhr Ortszeit (2.04 Uhr MEZ). Das Epizentrum lag in der Provinz Cotabato, knapp 1.000 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila. In der Stadt Magsaysay wurde ein 15-Jähriger in der Schule von herabfallenden Trümmern erschlagen. An der Schule sei Panik ausgebrochen, mehrere weitere Schüler seien verletzt worden. Bei einem Erdrutsch in der Stadt Arakan starb ein Fünfjähriger. Vielerorts flohen Menschen in Panik aus Gebäuden.

„Gebäude haben sich nicht nur bewegt, sie schwankten“, sagte der Arzt Gadi Sorilla vom rund 25 Kilometer vom Epizentrum entfernten Krankenhaus in Tulunan. „Ich habe zu Gott gebetet“, sagte er weiter. Etwa zehn Patienten seien kurz nach dem Beben in das Krankenhaus gebracht worden. Einige von ihnen hätten Kopfverletzungen erlitten.

Das Beben hielt nach Behördenangaben in einigen Gegenden fast eine Minute lang an. Mehrere Wohnhäuser und öffentliche Gebäude wurden beschädigt, Schulen in der Region als Vorsichtsmaßnahme geschlossen.

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Erst vor knapp zwei Wochen war Mindanao von einem Erdbeben der Stärke 6,4 erschüttert worden. Damals kamen sieben Personen ums Leben. Dutzende Gebäude wurden beschädigt. 215 Menschen wurden verletzt. 570 Menschen befinden sich nach Behördenangaben noch in Notunterkünften. Die Furcht vor weiteren Nachbeben ist nun groß. Viele wollten nicht mehr in ihre Häuser zurück, sondern blieben im Freien.

Der Leiter des Seismologischen Instituts Philvocs, Renato Solidum, sagte, vermutlich gebe es einen Zusammenhang zwischen dem neuen Beben und dem Beben Mitte Oktober. Die Philippinen liegen am Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Dort ereignen sich rund 90 Prozent aller Erdbeben weltweit.




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