Letztes Update am Di, 29.10.2019 21:53

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


St. Pölten verdienter Sieger im Cup-Achtelfinale gegen Ried



Fußball-Bundesliga-Schlusslicht SKN St. Pölten ist als erstes Team ins Viertelfinale des ÖFB-Cups eingezogen. Die Niederösterreicher behielten am Dienstag in der eigenen NV Arena gegen Zweitligist SV Ried aufgrund eines klaren Chancenplus verdient mit 1:0 die Oberhand. Der nordkoreanische Teamstürmer Pak Kwang-ryong erlöste sein Team erst in der 84. Minute mit einem sehenswerten Flugkopfball.

Für die zuvor vier Spiele sieglose Truppe von Trainer Alexander Schmidt schloss sich damit ein Kreis. Ihren zuvor letzten Pflichtspielsieg hatte sie auch im Cup - beim 2:1 gegen Mattersburg in der 2. Runde am 24. September - gefeiert. Im Gegensatz zum Heim-0:4 in der Liga gegen Sturm Graz am Samstag waren es diesmal die St. Pöltner, die klar den Ton angaben.

Die in der Liga zuletzt fünfmal siegreichen Rieder bekamen immer wieder Probleme. Bei Schüssen von Dominik Hofbauer (6.) klärte Rieds Constantin Reiner zweimal in höchster Not für seinen Tormann Johannes Kreidl. Kopfbälle von Pak (15., 37.) und Ahmet Muhamedbegovic (21.) verfehlten das Tor. Die fehlende Effizienz der Hausherren hätte sich beinahe gerächt. Die passiven Innviertler kamen quasi aus dem Nichts zu Chancen. Nach einem Meisl-Schnitzer ging ein Heber von Ivan Kovacec (24.) am langen Eck vorbei. Zudem landete der Ball bei einer Hofbauer-Rettungstat (25.) beinahe im eigenen Tor.

Nach Wiederbeginn gab es ein ähnliches Bild. Die Niederösterreicher drückten auf den Führungstreffer, ließen aber vorerst jegliche Kaltschnäuzigkeit vermissen. Ein Balic-Freistoß (50.) war für Kreidl leicht Beute, dafür hätte der Ried-Schlussmann beinahe einen Luxbacher-Schuss (56.) ins eigene Tor abgewehrt. In Minute 65 folgte dann der Höhepunkt von St. Pöltens Ineffizienz, Pak schob das Leder nach Balic-Hereingabe am leeren Tor vorbei. Zudem traf Daniel Luxbacher (75.) bei einem Getümmel aus einem Meter das Tor nicht. Dank Pak durften die Heimischen aber doch noch jubeln, der Stürmer traf nach Muhamedbegovic-Idealflanke sehenswert.

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Die WSG Tirol musste indes für den Aufstieg ins Cup-Viertelfinale hart kämpfen. Der Bundesliga-Aufsteiger rang den Regionalliga-Mitte-Verein FC Gleisdorf auswärts erst nach der Verlängerung mit 4:1 nieder. Nach 90 Minuten war es 1:1 gestanden. In der regulären Spielzeit ihrer Favoritenrolle gerecht wurden die Zweitligisten Austria Lustenau (3:2 bei Gurten) und Amstetten (3:0 bei St. Anna am Aigen).

Die Tiroler starteten nach dem 3:2-Erfolg in der Liga bei der Wiener Austria mit viel Selbstvertrauen in die Partie und durften sich dank Lukas Katnik (14.) auch über einen Traumstart freuen. Gleich nach Wiederbeginn waren die Steirer aber zurück im Spiel. Etwas mehr als eine Minute war gespielt, als der mit dem Kopf von Tirols Stefan Hager ungewollt bediente Christoph Pichorner mit einem Volleyschuss traf.

In der 73. Minute sah Gleisdorfs Daniel Siegl wegen einem Vergehen an Florian Toplitsch zurecht die Ampelkarte, der Regionalligist rettete sich aber in die Verlängerung. Dort war für den Außenseiter nichts mehr zu holen. Ein Volley von Florian Buchacher (99.) landete im Eck, Katnik (105.) machte per Kopf seinen Doppelpack perfekt und Milam Jurdik (118.) sorgte für den Endstand.

Für Lustenau hätte die Partie in der Steiermark nicht besser beginnen können. Gurtens Thomas Burghuber traf schon in der 2. Minute ins eigene Tor. Nach Wiederbeginn glich Tom Kreilinger zwar aus, Amoy Christopher Brown (65.) und Matthias Morys (81.) machten aber den Favoritensieg des Teams von Trainer Roman Mählich perfekt. Daran änderte auch das 2:3 von Fabian Wimmleitner (83.) aus einem Elfmeter nichts mehr.

Keine Mühe hatte Amstetten. Die Niederösterreicher legten mit einem Doppelschlag von David Peham (4., 7.) früh den Grundstein für den Aufstieg. Patrick Schagerl machte in der 72. Minute alles klar.




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