Letztes Update am Mi, 30.10.2019 01:02

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Abdullah-Zentrum veranstaltet Konferenz zu Hassrede



Das umstrittene, von der Schließung bedrohte „König-Abdullah-Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog“ (KAICIID) veranstaltet am Mittwoch und Donnerstag eine Konferenz zum Thema Hassrede und Hetze in Wien. Dass Alt-Bundespräsident Heinz Fischer dort die Eröffnungsrede hält, sorgte bereits im Vorfeld für Diskussionen und brachte ihm Kritik, vor allem seitens der FPÖ, ein.

Die zweitägige Konferenz des in Wien ansässigen, von Saudi-Arabien finanzierten Zentrums steht unter dem Motto „Die Macht der Worte. Die Rolle von Religion, Medien und Politik im Kampf gegen Hassrede“. Eröffnet wird die Konferenz im Wiener Grand Hotel durch den KAICIID-Generalsekretär Faisal bin Muaammar, neben Fischer halten auch der EU-Sonderbeauftragte für Religionsfreiheit außerhalb der EU, Jan Figel, sowie der UNO-Sonderbeauftragte zur Verhinderung von Völkermord, Adama Dieng, Vorträge.

Der Nationalrat hatte im Juni in einer Entschließung mehrheitlich für einen Ausstieg Österreichs aus der 2012 gegründeten internationalen Organisation KAICIID gestimmt. Rufe nach der Schließung wurden unter anderem wegen des brutalen Vorgehens der Regierung in Riad gegen Demonstranten und Regimekritiker laut. Zudem wird dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman vorgeworfen, die Tötung des Regimekritikers Jamal Khashoggi angeordnet zu haben.

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