Letztes Update am Mi, 30.10.2019 22:46

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Salzburg und LASK im Cup weiter - WAC überraschend out



Titelverteidiger Salzburg und der LASK sind nach souveränen Vorstellungen ins Viertelfinale des ÖFB-Fußball-Cups eingezogen. Der Double-Gewinner gewann bei Regionalligist Ebreichsdorf am Mittwochabend 5:0, der Vizemeister setzte sich im Bundesliga-Duell mit Altach zu Hause mit 3:1 durch. Gescheitert ist indes der Wolfsberger AC nach einem 0:1 bei Zweitligist Wacker Innsbruck.

Im Viertelfinale stehen mit Salzburg, dem LASK, Sturm Graz, St. Pölten und der WSG Tirol noch fünf Erstligisten. Aus der 2. Liga schafften es neben Wacker noch der SKU Amstetten und Austria Lustenau in die Runde der besten Acht. Die Auslosung des Viertelfinales steht am Sonntag an, Spieltermine sind Anfang Februar 2020.

Der WAC konnte im Tivoli-Stadion einen frühen Gegentreffer nicht wettmachen. Wacker überwintert damit erstmals seit sieben Jahren wieder im Cup-Bewerb. Das Tor der Partie schoss Markus Wallner in der 5. Minute. Der Linksaußen zog nach einer Hereingabe von Alexander Gründler mit links ins rechte Kreuzeck ab. Die Innsbrucker, in der zweiten Liga aktuell auf Rang acht zu finden, verteidigten die knappe Führung danach vehement über die Zeit.

Der WAC fand in der 82. Minute die beste Möglichkeit auf den Sprung zumindest in die Verlängerung vor: Wacker-Torhüter Lukas Wedl wehrte einen Schuss von Anderson Niangbo an die Innenstange ab. Trainer Gerhard Struber hatte sich aufgrund des dichten Programms in der Rotation geübt. Lukas Schmitz stand nicht im Kader, Michel Liendl, Nemanja Rnic und Mario Leitgeb saßen zu Beginn nur auf der Bank. Der kranke Romano Schmid fehlte ebenfalls. Nach Wallners Traumtor versuchten die Wolfsberger vehement, den Rückstand auszugleichen. Die Lavanttaler liefen jedoch vergeblich an.

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Salzburg blieb gegen den als Favoritenschreck geltenden Regionalligisten Ebreichsdorf in der Südstadt völlig ungefährdet. Trainer Jesse Marsch hatte nach dem Ligasieg gegen Rapid seine Startelf an acht Positionen verändert, wobei der erkrankte Andreas Ulmer gar nicht im Kader stand. Zittern mussten die Salzburger aber nie. Die Niederösterreicher, die in der zweiten Cup-Runde die Admira eliminiert hatten, probierten vor 3.700 Zuschauern vergeblich, die Räume dicht zu machen.

Masaya Okugawa (7.) und Sekou Koita (13.) trafen früh für den Champions-League-Starter. Patson Daka (28.) legte nach nicht einmal einer halben Stunde Spielzeit weiter nach. „Der Schlüssel waren die ersten 15 Minuten. Wir hatten eine 2:0-Führung und keinen Stress“, sagte Marsch nach dem Spiel im ORF-Interview. Den Ebreichsdorfern, die aufgrund der TV-Übertragung nach Maria Enzersdorf ausgewichen waren, gelangen nur Teilerfolge. Carlos Coronel im Gehäuse der „Bullen“ musste nur einmal richtig eingreifen: Dominik Eichinger zog Richtung Salzburg-Tor, Coronel war jedoch mit einer Fußabwehr zur Stelle (66.).

Bei Salzburg kam Erling Haaland nach knapp 70 Minuten ins Spiel. Nach Koitas 4:0 eine Viertelstunde vor Schluss musste der Norweger nach einem Hwang-Schuss nur noch den Fuß zum 5:0 (86.) hinhalten. Für Salzburg war es Sieg Nummer 32 in den vergangenen 33 Cup-Partien. Marsch‘ Resümee: „Es war ein guter Abend für unsere Mannschaft.“

Der LASK machte gegen Altach ebenfalls schon in der ersten Spielhälfte alles klar. Gernot Trauner (5.), Dominik Frieser (30.) und ein Eigentor von Martin Kobras (40.) sorgten in Pasching für klare Verhältnisse zugunsten des Cup-Halbfinalisten der Vorsaison. Manfred Fischer (72.) betrieb für Altach noch Resultatskosmetik. Die Vorarlberger beendeten das Spiel nach einer Gelb-Roten Karte für Emanuel Schreiner (88.) nur zu zehnt.

LASK-Trainer Valerien Ismael setzte wieder auf seinen Einser-Sturm mit Thomas Goiginger, Marko Raguz und Dominik Frieser und wurde von seiner Elf nicht enttäuscht. Nach Seitenwechsel schalteten die Linzer zurück, in der Tonart ging es trotzdem weiter. Goiginger und Joao Klauss trafen noch Metall. „Wir haben ein super Spiel gemacht, hätten höher gewinnen können oder müssen“, sagte Peter Michorl nach der Partie.




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