Letztes Update am Do, 31.10.2019 05:55

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Causa NÖ Pflegeheim: Vorhabensbericht der Staatsanwaltschaft



Nach jahrelangen Ermittlungen gegen ehemalige Mitarbeiter des Pflegeheims Kirchstetten (Bezirk St. Pölten-Land) hat die Staatsanwaltschaft St. Pölten ihren Vorhabensbericht fertiggestellt. Wie die Anklagebehörde entschieden hat, wurde nicht bekanntgegeben. Der Bericht werde in den nächsten Wochen an die Oberstaatsanwaltschaft und das Justizministerium geschickt, sagte ein Sprecher auf Anfrage.

Zuletzt war noch eine Entscheidung über eine Grundrechtsbeschwerde des Verteidigers ausständig, teilte Staatsanwalt Karl Fischer mit. Damit wehrten sich Verdächtige gegen den Umstand, dass sie 2017 gegen das Gelöbnis enthaftet worden waren, bis zum Ende des Verfahrens nicht mehr im Pflegebereich tätig zu sein. Die Beschwerde wurde vom Obersten Gerichtshof (OGH) verworfen, der Rechtsanwalt war damit nicht erfolgreich.

Seit Oktober 2016 wird gegen fünf ehemalige Pflegekräfte des Heims im Bezirk St. Pölten-Land ermittelt. Die Erhebungen laufen hauptsächlich wegen des Verdachts des Quälens und Vernachlässigens von Pflegebefohlenen. Auch ein Sexualdelikt steht im Raum. Die ehemaligen Mitarbeiter des Heims bestreiten die Vorwürfe.

Im Zuge der Ermittlungen wurden auch die Leichen ehemaliger Bewohner exhumiert. Bei einem toxikologischen Gutachten wurden jedoch keine Anzeichnen gefunden, dass den Patienten systematisch ein Medikament verabreicht wurde, das den Todeseintritt beschleunigt haben könnte.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.




Kommentieren