Letztes Update am Fr, 01.11.2019 13:59

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Türkisch-russische Patrouillen in Nordsyrien begonnen



In Nordsyrien haben am Freitag gemeinsame Patrouillen der türkischen und russischen Streitkräfte begonnen. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte die Patrouillen vergangene Woche bei einem Treffen mit Russlands Staatschef Wladimir Putin vereinbart, um den Abzug der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) aus dem Gebiet zu sichern.

Zuvor hatte der syrische Machthaber Bashar al-Assad betont, keine Feindschaft mit der Türkei zu wollen. Erdogan sei aber wegen seiner Haltung zur Regierung in Damaskus ein „Feind“, so Assad am Donnerstag in einem Interview mit dem syrischen Staatsfernsehen.

Um eine Feindschaft mit der Türkei zu verhindern, würden befreundete Staaten wie Russland und der Iran eine wichtige Rolle spielen, sagte Assad. Die Türkei unterstützt syrische Rebellengruppen, die in dem Bürgerkrieg gegen Assads Truppen gekämpft haben. Anfang Oktober startete Ankara zudem eine Militäroffensive gegen Kurdenkämpfer in Nordsyrien. Die Kurden wandten sich daraufhin an die syrische Führung, die Truppen in die Region entsandte, aus der sie sich schon vor Jahren zurückgezogen hatte.

Assad sagte, künftig wolle seine Regierung wieder die Kontrolle über die Gebiete erlangen. Es handle sich um einen „schrittweisen“ Prozess, bei dem die „neuen Realitäten vor Ort“ respektiert würden. Die türkisch-russischen Patrouillen in der Grenzregion zwischen Syrien und der Türkei, bezeichnete Assad als „vorübergehend“.

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Derweil ließ die Türkei am Donnerstag 18 syrische Soldaten frei, die sie vor wenigen Tagen in Nordostsyrien in Gefangenschaft genommen hatte. Dies sei in Abstimmung mit Russland geschehen, erklärte das türkische Verteidigungsministerium. Türkische Einheiten hatten die Syrer nahe der Grenzstadt Ras al-Ayn gefangen genommen




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