Letztes Update am Fr, 01.11.2019 15:35

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bub in Frankfurter Kita gestorben - Vermutlich Stromschlag



In einer Frankfurter Kindertagesstätte ist am Dienstag ein Sechsjähriger ums Leben gekommen. Eine rechtsmedizinische Untersuchung hat Hinweise auf einen Stromschlag ergeben. „Es deutet alles auf einen Stromtod hin“, sagte die Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft, Nadja Niesen, am Freitag. Es handle sich aber um ein vorläufiges Ergebnis, hieß es weiter.

Zunächst seien keine sichtbaren Spuren eines Stromschlages am Körper des Buben gefunden worden. Weitere Untersuchungen müssten deshalb folgen, erklärte die Staatsanwaltschaft. Wann diese abgeschlossen sind, sei noch unklar.

Sachverständige des Landeskriminalamts seien in der Kindertagesstätte gewesen und hätten festgestellt, dass eine Steckdose aus der Wand herausragte und ein Kabel lose gewesen sei. Ob dies durch eine Berührung des Buben zustande gekommen sei, sei aber unklar. Es werde weiter wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. „Wir prüfen, ob jemand seine Sorgfaltspflicht verletzt hat“, sagte Niesen. Bisher liefen die Ermittlungen gegen unbekannt.

Die Stadt wies Vorwürfe mangelnder Sicherheit zurück. „Nach derzeitigen Erkenntnissen der Stadt gibt es aktuell keine Hinweise darauf, dass es an den elektrischen Anlagen vor dem Unglück einen Defekt gab“, erklärte der Sprecher des zuständigen Dezernats, Jan Pasternack, am Freitag. Nach Überprüfungen hätten die Steckdosen und elektrischen Anlagen „dem höchsten Standard der Kindersicherung“ entsprochen und seien fest montiert gewesen. In der Kita habe es in den Sommerferien Bauarbeiten gegeben. „Die baulichen Maßnahmen an der Elektrik wurden abgeschlossen und ordnungsgemäß abgenommen“, erklärte der Sprecher.

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Der Sechsjährige war am Dienstagnachmittag in der Kita im Stadtteil Seckbach schwer verletzt worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft starb er kurze Zeit später im Krankenhaus.




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