Letztes Update am Sa, 02.11.2019 11:38

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Mehrere Schulkinder starben bei Explosion in Afghanistan



Neun Kinder sind im Norden Afghanistans bei der Explosion einer am Straßenrand versteckten Mine laut Polizeiangaben ums Leben gekommen. Vier weitere seien verletzt worden, teilten Mitglieder des Provinzrates von Takhar am Samstag mit. Die Kinder seien im Distrikt Darkad zu Fuß auf dem Weg in die Schule gewesen, als der Sprengsatz detonierte.

In der Gegend sind die islamistischen Taliban stark vertreten. Ein Sprecher der lokalen Polizei sagte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, dass die Taliban Anti-Personenminen gelegt hätten. „Leider ist heute eine dieser Minen explodiert und hat neun Schulkinder getötet“, sagte Sprecher Khalil Asir. Die Kinder seien neun bis zwölf Jahre alt gewesen, vier von ihnen stammten aus einer „Taliban-Familie“. Taliban-Kämpfern legen häufig Sprengsätze, um afghanische Sicherheitskräfte anzugreifen oder Truppenbewegungen zu behindern.

Laut der UNO-Mission in Afghanistan (UNAMA) kommen in dem Konflikt immer mehr Unbeteiligte ums Leben. Die Zahl der verletzten und getöteten Zivilisten stieg im dritten Quartal um 42 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Mit fast 1.200 Getöteten und mehr als 3.100 Verletzten wurde danach die höchste Zahl ziviler Opfer innerhalb eines Quartals seit Beginn der systematischen Aufzeichnung durch die UNO im Jahr 2009 dokumentiert. Der starke Anstieg zwischen 1. Juli und 30. September sei vor allem auf mehr Opfer durch Gewaltakte der Taliban zurückzuführen, hieß es kürzlich in einem UNAMA-Bericht.

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