Letztes Update am Sa, 02.11.2019 12:50

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Brand in Fernwärme-Heizwerk im Bezirk Oberpullendorf



In Oberloisdorf (Bezirk Oberpullendorf) im Burgenland läuft heute, Samstag, bereits seit den Nachtstunden ein Großeinsatz der Feuerwehr. In einem Fernwärme-Heizwerk, in dem mehrere Tonnen Hackgut gelagert sind, war ein Brand ausgebrochen. Der Brand sei zwar mittlerweile unter Kontrolle, die Löscharbeiten dürften aber noch länger andauern, so Feuerwehr-Einsatzleiter Richard Schrammel zur APA.

Um 3.42 Uhr sei die Feuerwehr Oberloisdorf alarmiert worden. Aufgrund der Einstufung des Brandes in der Kategorie B3 wurde auch die Stadtfeuerwehr Oberpullendorf mitalarmiert. „Die Fernwärme ist in Vollbrand gestanden“, es habe lichterloh gebrannt, schilderte Schrammel das Szenario, mit dem sich die Einsatzkräfte konfrontiert sahen.

Deshalb wurden auch mehrere Nachbarwehren alarmiert. Inzwischen seien etwa 130 Mann ausgerückt. Laut Homepage der Landessicherheitszentrale (LSZ) Burgenland waren am frühen Samstagvormittag acht Feuerwehren im Einsatz.

„Die Löscharbeiten dauern immer noch“, schilderte Schrammel. Vom Brand betroffen sei eine Hackschnitzelheizung mit etlichen Tonnen Hackgut. Glutnester, von denen es unzählige gebe, könnten immer wieder aufflackern, weshalb der Brandschutz aufrecht bleibe. Die Halle sei aufgrund der Jahreszeit mit Hackschnitzel komplett gefüllt. Nun müsse alles heraus gebracht werden, „sonst fängt das immer wieder zu brennen an. Da haben wir eigentlich keine andere Möglichkeit“, sagte der Einsatzleiter.

Die Hackschnitzel würden nun mit Baggern aus dem Gebäude gebracht. Jede einzelne Fuhre werde kontrolliert und noch einmal gelöscht. „Das ganze Dach haben wir abtragen müssen mittels Bagger“, so Schrammel. Nun könne man sich langsam vorarbeiten und mit dem Ausräumen beginnen.

Von der Wasserversorgung her gebe es kein Problem, diese funktioniere sehr gut. Das Löschwasser komme größtenteils vom Rabnitzbach, der in der Nähe des Heizwerks vorbeiführe. Von dort wurden Versorgungsleitungen gelegt. Der Erstangriff war über einen Hydranten erfolgt.

Bei den Feuerwehren rechnet man mit einem längeren Einsatz. Bevor das Hackgut nicht komplett aus der Halle entfernt und alle Glutnester gelöscht seien, könne man noch nicht von „Brand aus“ reden, sagte Schrammel.




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