Letztes Update am Sa, 02.11.2019 14:20

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


49 Soldaten in Mali bei Überfall getötet



Bei einem der schwersten Angriffe auf die Armee im westafrikanischen Mali sind nach jüngsten offiziellen Angaben 49 Soldaten getötet worden. Drei weitere seien verletzt worden, teilten die Streitkräfte am Samstag auf ihrer Internetseite mit. Der Angriff auf den Stützpunkt im Gebiet Indelimane an der Grenze zum Nachbarland Niger habe am frühen Freitag stattgefunden.

Zuvor hatte es geheißen, bei der Attacke seien 53 Soldaten und ein Zivilist gestorben. Bei einem Überfall von mutmaßlichen Islamisten auf einen Stützpunkt der Armee im Süden von Mali sind am Freitag nach jüngsten offiziellen Angaben mindestens 49 Soldaten ums Leben gekommen. Drei weitere seien verletzt worden, teilten die Streitkräfte am Samstag auf ihrer Internetseite mit.

Es gebe „zehn Überlebende“ und „bedeutende materielle Schäden“, erklärte Sangaré. Die Lage in Indelimane sei mittlerweile unter Kontrolle, erklärte die Armee auf ihrer Facebook-Seite. Abgesehen von den Todesopfern gebe es „Verletzte und materielle Schäden“. Die Nachrichtenagentur AFP erfuhr aus Militärkreisen, dass Soldaten vermisst würden. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Angriff.

Die malische Regierung hatte zunächst in einer Erklärung den „Terrorangriff“ verurteilt, aber keine konkreten Angaben zur Opferzahl gemacht. In das betroffene Gebiet sei Verstärkung geschickt worden, „um das Gebiet zu sichern und die Angreifer zu verfolgen“, hieß es.

Am 30. September und 1. Oktober waren bei zwei islamistischen Angriffen in der Nähe der Grenze von Burkina Faso im Süden Malis nach Angaben eines Vertreters des malischen Verteidigungsministeriums 40 Soldaten getötet worden. Mehrere Quellen bezeichnen diese Opferbilanz allerdings als untertrieben.

Der Sahel-Staat Mali kommt seit Jahren nicht zur Ruhe. Islamistische Gruppen hatten 2012 die Kontrolle über den Norden des Landes übernommen. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff 2013 militärisch ein und drängte die Islamisten zurück. Dennoch gibt es immer wieder islamistische Angriffe, von denen mittlerweile auch Malis Nachbarstaaten Niger und Burkina Faso betroffen sind. Das österreichische Bundesheer beteiligt sich in Mali an der UNO-Stabilisierungsmission MINUSMA und einem EU-Einsatz zur Ausbildung malischer Sicherheitskräfte (EUTM).




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