Letztes Update am So, 03.11.2019 16:46

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Befreiungsschlag von Altach, Admira verliert gegen Hartberg



Hartberg bleibt in der Fußball-Bundesliga auf Meistergruppen-Kurs. In der 13. Runde stoppten die Steirer mit einem 1:0-(0:0)-Auswärtssieg den Aufwärtstrend der Admira und stießen auf Platz vier hinter den punktegleichen Rapidlern vor. Der SCR Altach stoppte indes seinen Negativlauf. Die Vorarlberger feierten einen 4:0-Auswärtssieg über WSG Tirol und gaben die Rote Laterne an die Admira ab.

Die Admira, die zuletzt mit zwei Siegen und einem Remis die Rote Laterne abgegeben hatte, rutschte je einen Zähler hinter Altach, Mattersburg und St. Pölten wieder auf den letzten Platz zurück und steht nun vor den schweren Spielen gegen LASK, Austria und Salzburg.

Beide Trainer setzten vor 2.579 Zuschauern auf das Personal der Vorwoche. Hartberg lief in der gleichen Formation wie beim 3:1 über Mattersburg auf. Aufseiten der Admira bedeutete die Rückkehr des beim 2:2 gegen den WAC gesperrten Morten Hjulmand die einzige Änderung. Lange tat sich in der Südstadt aber wenig, ein verunglückter Köpfler von Rajko Rep (23.) und ein Schuss von Dario Tadic, den Goalie Andreas Leitner mit dem Fuß bändigte (44.), waren die einzigen nennenswerten Gäste-Chancen in den ersten 45 Minuten. Die Admira prüfte in Person von Kolja Pusch bei einem Freistoß Swete (25.), der gegen den Deutschen kurz vor der Pause bei einem Weitschuss neuerlich zur Stelle war (45.).

Hartberg kam etwas besser aus der Kabine, vorerst blieb es aber bei einem wegen Fouls abgepfiffenen Tor von Nimaga (52.). Nur eine Minute später musste der Malier mit Gelb-Rot vom Platz, dennoch gingen die Steirer in Führung: Dario Tadic schlenzte den Ball infolge eines Eckballs via Klem gefühlvoll ins lange Eck. Rep hatte danach die Chance auf das 2:0, scheiterte aber an Leitner (63.).

Die Admira konnte trotz Dominanz die Überzahl nicht nützen, selbst der zweite Hartberger Ausschluss änderte daran nichts. Swete sah innerhalb von drei Minuten erst für ein Gerangel mit Hjulmand, schließlich für einen weggeschossenen Ball zweimal Gelb: Rep, der für Swete die Handschuhe überstreifte, hatte im Finish nichts mehr zu tun: Boris Cmiljanic verzog aus guter Position (85.), ein Volley von Sinan Bakis ging klar über das Tor (91.).

Der SCR Altach gewann indes durch Tore von Christian Gebauer (40.), Manfred Fischer (69.), Sydney Sam (87.) und Matthias Maak (92.). Die Vorarlberger kamen damit nach zuletzt fünf Pflichtspiel-Niederlagen en suite wieder zu einem Erfolg.

Die erste Chance der Partie vor 3.050 Zuschauern im Innsbrucker Tivoli-Stadion verzeichneten die Gastgeber. In der zweiten Minute zog Kelvin Yeboah auf der rechten Seite davon, sein Schuss bereitete Altach-Goalie Martin Kobras aber keine allzu großen Probleme.

Danach blieben echte Höhepunkte aus, lediglich ein 25-Meter-Freistoß von Mergim Berisha, den WSG-Schlussmann Ferdinand Oswald parierte, sorgte für etwas Aufregung (29.). Das Highlight des Spiels folgte in der 40. Minute, als Gebauer einen Stanglpass von Berisha aus kurzer Distanz halbvolley mit dem Außenrist übernahm und über Oswald hinweg im Tor versenkte.

Nach dem Seitenwechsel tat WSG Tirol zunächst mehr für die Offensive, große Torchancen wurden jedoch nicht herausgespielt. Am gefährlichsten wurde es noch bei Kopfbällen des eingewechselten Lukas Katnik, die über die Querlatte flogen (60., 66.).

In der 69. Minute sorgte Altach für die Entscheidung. Die Wattener vertändelten den Ball, Berisha passte von links zur Mitte und Fischer spitzelte das Spielgerät vorbei an Oswald ins Netz. In der Folge blieb eine Schlussoffensive der Tiroler aus, dafür gelangen den Gästen zwei weitere Treffer.

Der eingewechselte Ex-DFB-Teamspieler Sidney Sam erzielte mit einem überlegten Flachschuss ins lange Eck sein erstes Tor für Altach (87.). In der 92. Minute war Maak nach einem Eckball per Kopf erfolgreich.




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