Letztes Update am Mo, 11.11.2019 11:36

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Türkei schickt ausländische IS-Mitglieder in Heimatstaaten



Die Türkei hat am Montag damit begonnen, gefangene ausländische Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in ihre Heimatländer abzuschieben. 24 Jihadisten, darunter elf Franzosen und zehn Deutsche sollen demnächst abgeschoben werden. Österreicher sind nach Angaben von Außenminister Schallenberg nicht betroffen.

„Die Lager, wo österreichische Staatsbürger sich derzeit aufhalten, sind nicht Teil des Operationsgebiets der Türken“, so Schallenberg. „Ich glaube wir sollen uns auch nicht erpressen lassen“, hielt der Außenminister grundsätzlich fest. „Solche türkischen Drohungen im Zusammenhang mit einer Militäraktion die wir schon per se ablehnen, und für falsch halten, sind glaube ich nicht der richtige Weg.“

Für diese Woche soll die Türkei u.a. die Abschiebung von vier IS-Frauen mit zwei Kindern nach Deutschland angekündigt haben. Die vier Frauen sollen in der vergangenen Woche in der Türkei festgenommen worden sein. Eine von ihnen stammt dem Vernehmen nach aus Hamburg. Ein amerikanischer IS-Kämpfer sei bereits abgeschoben worden, hieß es.

Nach Angaben des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan sitzen derzeit 1.149 Anhänger des IS in türkischen Gefängnissen. Davon seien 737 ausländische Staatsbürger.




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