Letztes Update am Mo, 11.11.2019 13:51

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Verdächtige nach Bankomatsprengung in Kärnten angehalten



Nach einer Bankomatsprengung in Kirchbach in Kärnten hat die Polizei bei Hermagor, rund zehn Kilometer vom Tatort entfernt, zwei Rumänen angehalten. Wie Polizeisprecher Christian Leitgeb sagte, sind die Männer 25 und 29 Jahre alt und waren in der Früh einer Streife aufgefallen. „Es gibt gewisse Verdachtsmomente, die dafür sprechen, dass sie die Tat begangen haben könnten.“

In Kirchbach (Bezirk Hermagor) war in der Nacht auf Montag ein Bankomat gesprengt worden. Laut Polizei war das Gerät außen an einer Bank angebracht - die Explosion war so heftig, dass das Gebäude stark beschädigt wurde. Eine Fahndung nach den Tätern blieb vorerst ergebnislos. Es war bereits die fünfte Bankomatsprengung in Kärnten und Osttirol seit dem Sommer.

Wie Polizeisprecher Mario Nemetz mitteilte, kam es gegen 2.45 Uhr zu der Explosion. „Ein Anrainer sah zwei Personen vom Tatort flüchten, konnte aber keine Personenbeschreibung abgeben“, sagte Nemetz. Die Polizei startete eine Alarmfahndung, die am Vormittag in eine örtliche Fahndung übergeleitet wurde. Vorerst war auch nicht klar, ob die Täter auch Beute gemacht haben.

In den vergangenen Monaten sind in Kärnten immer wieder Bankomaten gesprengt worden. Im Juni wurde ein Gerät bei einer Bank in Arnoldstein (Bezirk Villach-Land) durch eine Explosion völlig zerstört. Drei Wochen später sprengten Unbekannte einen Bankomaten in St. Jakob im Rosental (Bezirk Villach-Land), flüchteten aber ohne Beute. Unweit der Kärntner Grenze, in Nußdorf-Debant in Osttirol, sprengten im August mindestens drei Täter einen Geldautomaten. Und Ende Oktober wurde ein Bankomat in Wolfsberg in die Luft gejagt, nach kurzer Fahndung wurden drei Männer festgenommen. In dem Auto, mit dem sie unterwegs waren, wurde auch die Beute gefunden. Ob es einen Zusammenhang zwischen den Taten gibt, war vorerst unklar.




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