Letztes Update am Di, 12.11.2019 06:23

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Spurs verloren nach Aufholjagd gegen Memphis



Mit einem 109:113 gegen die Memphis Grizzlies haben die San Antonio Spurs am Montag (Ortszeit) in der National Basketball Association (NBA) die zweite Niederlage hintereinander und die bereits fünfte im zehnten Saisonspiel kassiert. Der Wiener Jakob Pöltl verzeichnete an einem Abend unter dem Motto „Mercy Tony“ (Parker, Anm.) in 15:10 Spielminuten je vier Punkte und Rebounds sowie drei Assists.

Die Spurs agierten nach einem kapitalen Fehlstart und zwischenzeitlichem 19:35-Rückstand gegen den Nachzügler in der Western Conference im zweiten Viertel stark. Da gingen sie mit 52:51 zwischenzeitlich auch erstmals in Führung. Memphis mit Pöltls ehemaligen Teamkollegen in Toronto, Jonas Valanciunas und Bruno Cabocolo (kam nicht zum Einsatz), führte zur Pause nur noch 57:54.

Nachdem sich die Grizzlies wieder zweistellig abgesetzt hatten, schienen die Gastgeber im Schlussviertel doch noch zurückzuschlagen. Eine 106:101-Führung nach toller Aufholjagd war jedoch nicht genug. Memphis, mit nur zwei Siegen aus neun Spielen nach San Antonio angereist, konterte im Finish entscheidend.

Für die Spurs stand am Ende die fünfte Pleite in den vergangenen sieben Spielen. Topscorer der Texaner waren LaMarcus Aldridge (19) und Rudy Gay (18). Memphis wurde von Jaren Jackson Jr. (24) angeführt. Nächster Gegner San Antonios sind am Mittwoch auswärts die Minnesota Timberwolves.

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Zu feiern gab es am Montag im AT&T Center somit nur Tony Parker. Der langjährige Spurs-Playmaker wurde im Anschluss an das Spiel gewürdigt. Das Trikot mit der Nummer 9 des Franzosen, der 17 Saisonen für die Texaner bestritten hatte, wurde unter die Hallendecke gehängt. Es handelt sich dabei um eine der größten Ehren im US-Sport.

Der in Brügge geborene Sohn einer Niederländerin und eines Afroamerikaners, der in Frankreich aufwuchs, ist damit der zehnte Spieler in der Geschichte der Texaner, dem diese besonder Ehre erwiesen wird. Der Point Guard, dessen „9“ beim Club Pöltls künftig nicht mehr vergeben wird, stand in insgesamt 17 Saisonen (2001 bis 2018) für die Spurs auf dem Parkett. Er gewann in dieser Zeit vier Meisterschaften (2003, 2005, 2007 und 2014). 2018/19 spielte der mittlerweile 37-Jährige für die Charlotte Hornets. Im Sommer gab er sein Karriereende bekannt. Gemeinsam mit Tim Duncan, Manu Ginobili und Cheftrainer Gregg Popovich hatte Parker eine Ära bei den Spurs geprägt.




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