Letztes Update am Di, 12.11.2019 10:03

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Israelische Angriffe auf Terroristen in Gaza und Syrien



Die israelische Armee hat Angriffe auf zwei Anführer der palästinensischen Terror-Organisation Islamischer Jihad in Gaza und in Syriens Hauptstadt Damaskus durchgeführt. In Gaza wurden Baha Abu Al-Atta und dessen Frau getötet. Bei einem Luftangriff auf einen weiteren Anführer der Organisation in Damaskus, wurde zwar nicht das Ziel Akram Al-Ajuris, aber dessen Sohn und eine weitere Person getötet.

Zwei Raketen hätten am frühen Dienstagvormittag einen Wohnsitz von Akram Al-Ajuri in Damaskus getroffen, meldete die staatliche syrische Agentur Sana. Neben Al-Ajuris Sohn sei auch eine zweite Person ums Leben gekommen. Demnach wurden zehn Menschen verletzt. Israels Armee kommentierte die Berichte nicht.

Aus syrischen Militärkreisen hieß es, bei Ajuri handle es sich um einen Vertreter der Al-Quds-Brigaden, des bewaffneten Arms des Islamischen Jihad. Zu seinem Schicksal mache Sana keine Angaben. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete, er sei bei dem Raketenangriff verletzt worden.

Die israelische Armee informierte im Gegensatz zum Damaskus-Angriff über die zweite Operation unter Beteiligung des Inlandsgeheimdienstes Shin Bet in der Nacht auf Dienstag im Gazastreifen. Die militante Palästinenserorganisation bestätigte auch den Tod von Baha Abu Al-Atta und seiner Frau. „Israel hat alle roten Linien überschritten“, hieß es dabei.

Als Folge gab es am Dienstagvormittag nach Armeeangaben „erheblichen“ Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen. Die israelischen Streitkräfte stellten sich auf mehrtägige Auseinandersetzungen ein, sagte Armeesprecher Jonathan Cornicus. Raketen schlugen demnach im Süden Israels ein. In der Küstenmetropole Tel Aviv heulten Sirenen auf.

Armeesprecher Cornicus betonte, dass die Tötung Atas keine Rückkehr zur umstrittenen Politik gezielter Tötungen von Feinden Israels darstelle. „Dieser israelische Angriff ist kein Hinweis auf einen Wechsel in der israelischen Politik“, so Cornicus. Dies sei eine einzigartige Aktion gewesen, um „eine direkte Bedrohung“ abzuwenden.

Die israelische Armee warf Ata vor, hinter mehreren Raketenangriffen auf Israel zu stecken und weitere Anschläge zu planen. Ata nannte sie eine „tickende Zeitbombe“. Er sei „verantwortlich für die meisten Terroranschläge aus dem Gazastreifen im vergangenen Jahr“. An dem Militäreinsatz war nach Armeeangaben auch der israelische Inlandsgeheimdienst Shin Bet beteiligt.

In Gaza-Stadt wurde Atas Tod über die Lautsprecher von Moscheen verkündet. Laut Gesundheitsministerium in Gaza wurden zwei weitere Personen verletzt.

Die Arme hat nach eigenen Angaben verstärkt Truppen ins Grenzgebiet verlegt. Nach Medienberichten wurde wegen der Sorge vor Angriffen des Islamischen Jihad auf israelische Grenzorte am Dienstag teilweise der Zugverkehr eingestellt. Schulen blieben geschlossen.




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