Letztes Update am Di, 12.11.2019 18:30

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Arnautovic vor EM-Quali-Finish fit und motiviert



Vor den entscheidenden Spielen in der Fußball-EM-Qualifikation hat sich Marko Arnautovic im Teamcamp in Bad Tatzmannsdorf voller Tatendrang präsentiert. Der ÖFB-Internationale hat seine Muskelverletzung überwunden und brennt nun darauf, am Samstag im Wiener Happel-Stadion gegen Nordmazedonien das Ticket für die EURO 2020 zu buchen, wie der Wiener am Dienstag betonte.

Mit 26 Länderspieltoren ist Arnautovic Siebenter der ewigen Rangliste, die bisherigen 84 Team-Einsätze bedeuten Platz fünf. An diese Statistiken verschwendet der 30-Jährige nach eigenen Angaben aber keine Gedanken. „Ich bin nicht einer, der sich dafür interessiert. Ich will, dass meine Mannschaft gewinnt.“

Da dies in den vergangenen Monaten gelang, fehlt nur noch ein Zähler gegen Nordmazedonien zum EURO-Start. Dennoch warnte Arnautovic vor verfrühter Euphorie. „Wir müssen aufhören zu sagen, das ist nur Nordmazedonien, wir brauchen nur einen Punkt. Wir müssen höchstkonzentriert sein und mit dem Gedanken reingehen, wir wollen drei Punkte, nicht einen.“

Trotz aller Mahnungen weiß Arnautovic aber auch, dass die Gefahr eines Scheiterns nicht mehr allzu groß ist. „Jetzt sind wir vor der Tür, die Tür ist zur Hälfte offen, wir müssen sie nur noch aufschieben.“

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Bei einem großen Turnier dabei zu sein, ist für Arnautovic nach eigenen Angaben „das beste Gefühl“, auskosten durfte er es bereits bei der EURO 2016. Damals lief es allerdings mit zwei Niederlagen, einem Remis und dem Abschied nach der Gruppenphase nicht wunschgemäß. Sollte es diesmal wieder mit der Qualifikation klappen, wolle man die Scharte von der Endrunde in Frankreich auswetzen, beteuerte Arnautovic.

Der Shanghai-Legionär erlitt beim Heim-3:1 im Oktober gegen Israel eine Muskelverletzung, fehlte deswegen beim 1:0 in Slowenien und absolvierte seither nur am 27. Oktober einen Kurzeinsatz von etwa 15 Minuten in der chinesischen Liga. Ein früheres Comeback sei laut Arnautovic nicht möglich gewesen, weil sich die Verletzung beim Rückflug von Wien nach Shanghai verschlimmert hatte.

Prinzipiell hat Arnautovic mit den Reisestrapazen aber keine Probleme. „Mein letzter Rückflug hat 11:20 Stunden gedauert, davon habe ich zehn Stunden geschlafen“, erzählte der Goalgetter.

Daher dürfte auch ein ÖFB-Rücktritt nach der EM nicht zur Debatte stehen, schließlich will der Stürmer unbedingt noch an einer WM teilnehmen. Erst nach dem Weltturnier 2022 in Katar - Arnautovic wird zu diesem Zeitpunkt 33 Jahre alt sein - soll die Teamkarriere zu Ende sein. „Dann habe ich keinen Bock mehr, nach Kasachstan, Aserbaidschan oder auf die Färöer zu fliegen“, erzählte der zweifache Familienvater.




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