Letztes Update am Mi, 13.11.2019 13:00

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Netanyahu droht Palästinenserorganisation



Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat der militanten Palästinenserorganisation Islamischer Jihad mit weiteren Militärschlägen gedroht. Netanyahu sagte am Mittwoch bei einer Sitzung des israelischen Sicherheitskabinetts, der Islamische Jihad müsse seine Angriffe „einstellen“, sonst werde er „weitere Schläge einstecken“.

Israel hatte Dienstagfrüh einen Angriff auf das Haus des Jihad-Anführers Baha Abu Al-Ata verübt, bei dem Ata und seine Frau getötet wurden. Der Islamische Jihad und die im Gazastreifen regierende radikalislamische Hamas-Miliz kündigten in der Folge Vergeltung an.

Bei israelischen Militärschlägen im Gazastreifen wurden seit Dienstag 22 Palästinenser getötet. Vom Gazastreifen aus wurden unterdessen nach Angaben der israelischen Armee mindestens 250 Raketen nach Israel abgefeuert. Zu 90 Prozent wurden sie von der israelischen Raketenabwehr abgefangen. Auf israelischer Seite gab es keine Toten. Zahlreiche Schulen, Hochschulen und andere öffentliche Einrichtungen in Israel blieben am Mittwoch aus Sicherheitsgründen geschlossen.

Israel sei erstmals seit Jahren von dem „felsenfesten Prinzip“ abgewichen, dass die Hamas für alles verantwortlich gemacht werden müsse, was im Gazastreifen geschehe, bemerkte der Kommentator Ben Caspit von der Tageszeitung „Maariv“. Bei den Militäreinsätzen seit Dienstag habe es eine klare Unterscheidung zwischen der Hamas und dem Islamischen Jihad gegeben.




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