Letztes Update am Mi, 13.11.2019 15:40

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Noroviren in Tiroler Kindergarten und steirischer Klinik



Ein Kindergarten in der Tiroler Gemeinde Steinach am Brenner hat aufgrund einer Norovireninfektion vorerst geschlossen werden müssen. Betroffen waren eine Kindergartenpädagogin und rund 50 der insgesamt 150 betreuten Kinder, teilte das Land mit. Bis zum Wochenende soll die Einrichtung geschlossen bleiben. In der Steiermark gab es in einer Reha-Klinik einen Noroviren-Ausbruch mit 20 Betroffenen.

Eine komplette Desinfektion des Steinacher Kindergartens werde bereits durchgeführt, hieß es. Außerdem wurden in Steinach ordinierende Allgemeinmediziner vom Auftreten der Infektion informiert. Den Eltern wurden Informationen zur Notwendigkeit äußerst konsequenter Händehygiene übermittelt, um weitere Erkrankungen von Familienmitgliedern zu verhindern.

„Zugleich erging die dringende Empfehlung, dass auch Geschwister der angesteckten Kinder bis Montag keine Gemeinschaftseinrichtung besuchen sollen“, sagte Franz Katzgraber von der Landessanitätsdirektion. Auf diese Weise könne die Übertragung von eventuell vorliegenden ansteckenden Viren in Kindergarten und Schule wirksam unterbunden werden.

Noroviren sind ansteckende Viren, die eine „Magen-Darm-Grippe“ verursachen. Eine saisonale Häufung dieser Infektion ist in der kalten Jahreszeit festzustellen, besonders schwer betroffen sind Säuglinge und Kleinkinder. Die Beschwerden klingen nach wenigen Tagen von selbst ab. Personenkontakte sind in dieser Zeit zu meiden. Insbesondere ist auf eine verstärkte Händehygiene nach dem Stuhlgang zu achten. Personen, die in lebensmittelverarbeitenden Betrieben tätig sind sowie Besucher von Gemeinschaftseinrichtungen sollten diese erst zwei Tage nach Ende der Krankheitssymptome wieder aufsuchen.

In einer Reha-Klinik in Frohnleiten nahe Graz haben sich mehr als 20 Patienten und Mitarbeiter mit Noroviren angesteckt. Sie müssen entweder in ihren Zimmern bzw. zu Hause bleiben. Mehr als 20 Patienten und eine Handvoll Mitarbeiter sind erkrankt, leiden an Durchfall und Erbrechen. Maßnahmen wie desinfizieren und isolieren wurden bereits ergriffen, bestätigte sie einen Bericht der „Kronen Zeitung“. Die erkrankten Patienten müssen in ihren Zimmern bleiben, Mitarbeiter sollen sich zu Hause auskurieren. Besuche sind momentan ebenso wenig erlaubt wie die Aufnahme von neuen Patienten. Nach etwa zwei Tagen sollte das Gröbste überstanden sein.

In einem steirischen Kindergarten ist indes eine Betreuungsperson an Tuberkulose erkrankt. 29 Kinder müssen nun teils behandelt und ärztlich beaufsichtigt werden.

Maria Anna Wlasak, leitende Amtsärztin des Bezirks, bestätigte am Mittwoch beide Krankheitsfälle. Die „Kleine Zeitung“ berichtete, dass die 29 Kinder einer Einrichtung in Gratwein-Straßengel beobachtet werden müssen. Jene, die längere Zeit viel Kontakt mit der Betreuungsperson hatten, werden laut Wlasak auch mit Antibiotikum-Prophylaxe behandelt. Bis auf die Pädagogin sei bisher aber niemand erkrankt. Wo sie sich mit der Lungenkrankheit angesteckt hat, sei noch unklar.




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