Letztes Update am Do, 14.11.2019 08:24

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Angespannte Ruhe im Gazastreifen



Im Gazastreifen ist es Donnerstagfrüh nach einer von Ägypten vermittelten Waffenruhe weitgehend ruhig geblieben. Der Sprecher der palästinensischen Extremistengruppe Islamischer Jihad, Musab al-Braim, sagte, die Waffenruhe sei seit 4.00 Uhr (MEZ) in Kraft. Ein Vertreter Ägyptens bestätigte die Vereinbarung.

Der israelische Außenminister Israel Katz drohte dem Islamischen Jihad allerdings mit Vergeltung, sollten die Extremisten erneut vom Gazastreifen aus Raketen auf israelisches Territorium abfeuern. „Ruhe wird mit Ruhe beantwortet“, sagte Katz im Armee-Hörfunk. Israel werde aber nicht zögern, diejenigen anzugreifen, die versuchten, es zu verletzen - ob vom Gazastreifen oder von einem anderen Ort aus.

Braim sagte, Israel habe der Forderung zugestimmt, die gezielte Tötung von Kämpfern und die Erschießung von Demonstranten an der Grenze zum Gazastreifen einzustellen. Dem widersprach allerdings Außenminister Katz. Israel habe seine Haltung hier nicht geändert, es werde weiterhin gezielte Tötungen geben. Die schwersten gegenseitigen Angriffe seit Monaten hatten am Dienstag begonnen, als Israel Abu al-Atta, einen Befehlshaber des Islamischen Jihads im Gazastreifen, tötete.




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