Letztes Update am Do, 14.11.2019 14:02

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Zwei Tote und drei Verletzte in russischer Berufsschule



Ein Berufsschüler hat im äußersten Osten Russlands einen Mitschüler und sich selbst erschossen. Zuvor hatte der 19-Jährige drei Auszubildende in der Schule für Bauwesen und Kommunalwirtschaft mit Schüssen verletzt, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Der Vorfall ereignete sich in der Stadt Blagoweschtschensk im Amur-Gebiet an der Grenze zu China.

Die Verletzten würden im Krankenhaus behandelt, sagte der örtliche Polizeichef Sergej Tschebarjow. Der Zustand eines Schülers wurde als ernst eingestuft. Die Polizei nahm einen Wachmann der Schule fest, weil der Täter das Gebäude mit einer Waffe habe betreten können. Alle Schulen der Stadt sind dem Rathaus zufolge mit Metalldetektoren und Überwachungskameras ausgestattet.

Die Hintergründe der Bluttat waren zunächst unklar. Vermutet wurde ein Streit unter den Berufsschülern. Der Täter sei bei der Polizei bisher nicht aufgefallen, teilten die Ermittler weiter mit. Mitschüler beschrieben ihn als ruhigen Menschen. Die Beamten wollen nun ein psychologisches Gutachten erstellen lassen.

Nach Darstellung von Tschebarjow hatte ein junger Mann eine Polizeistreife auf der Straße über die Schüsse an der Schule informiert. Als die Beamten dort eintrafen, sei es zu einer Schießerei gekommen. Demnach feuerte der Berufsschüler erst auf die Polizisten, die dann zurückschossen und den jungen Mann in einem Klassenzimmer isolieren konnten. Dort soll sich er selbst erschossen haben. Die Polizisten wurden den Angaben nach nicht verletzt.

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In dem Gebäude fanden sie die Leiche eines 19-Jährigen sowie drei Verletzte im Alter von 17, 19 und 20 Jahren. Den übrigen Schülern und Lehrern gelang es, sich in Sicherheit zu bringen.




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