Letztes Update am Do, 14.11.2019 17:41

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Drei Schulen in Kärnten bleiben nach Schneefall weiterhin zu



Der starke Schneefall vom Mittwoch hat auch noch am Donnerstag Auswirkungen auf das Leben in Kärnten gehabt. Wie das Land mitteilte, blieben die Volksschulen Heiligenblut, Stall und Rangersdorf im Mölltal (Bezirk Spittal an der Drau) weiter geschlossen. In Osttirol waren am späten Nachmittag noch immer rund 800 Haushalte ohne Strom, im Salzburger Lungau waren es noch 180.

In Kärnten seien am Donnerstag auch Schüler entschuldigt, für die der Schulweg wegen der Schneelage zu gefährlich ist. Obwohl sich die Lage mittlerweile entspannt und der Schneefall aufgehört hat, waren Donnerstagfrüh noch einige Straßen gesperrt. Während im Bezirk Hermagor die Gailtal Straße (B111) auf der Kärntner Seite des Lesachtales wieder befahrbar war, galt zwischen Maria Luggau und Osttirol noch immer eine Sperre. Wegen umgestürzter Bäume gesperrt war auch noch der Plöckenpass (Grenzübergang nach Italien), der Kreuzberg (B87) und die Kreuzner Straße (L33). Die Kettenpflichten auf der Nassfeld Straße (B90) und am Gailberg (B110) wurden aufgehoben. Bis zumindest Donnerstagvormittag gesperrt blieb auch die Großglockner Straße (B107) im Bereich Iselsberg, der das Mölltal mit Osttirol verbindet.

In Osttirol waren am Donnerstagnachmittag immer noch 800 Haushalte ohne Strom. Die Lage entspanne sich aber zunehmend. So war das Defereggental bis auf drei Stationen wieder versorgt und das Lesachtal bis Kartitsch. Bestes Flugwetter ermöglichte am Donnerstag Reparaturarbeiten an der Stromversorgung und Sicherungsarbeiten im Straßenbereich, teilte das Land mit.

Entlang des Alpenhauptkamms wurden für die Nacht auf Freitag jedoch neuerlich intensive Schneefälle prognostiziert. Dies könnte zu einem Anstieg der Lawinengefahr auf Stufe 4 der fünfteiligen Skala führen. Es wurden 50 bis 100 Zentimeter Neuschnee sowie extreme Windverfrachtungen erwartet.

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Die Situation im Salzburger Lungau entspannte sich im Laufe des Tages. Laut Salzburg AG waren um 16.45 Uhr die Gemeinden Tamsweg, Göriach und der Großteil von Ramingstein wieder mit Strom versorgt. Rund 180 waren am späten Nachmittag noch von dem gestrigen Stromausfall betroffen.

An der Wiederherstellung des Netzes in der Gemeinde Hintermuhr wurde noch gearbeitet. „Im Laufe des heutigen Abends werden wieder alle Kundinnen und Kunden mit Strom versorgt sein“, informierte der heimische Energieversorger. Wegen der Sturmwarnungen für die kommende Nacht und den morgigen Tag habe die Salzburg Netz GmbH ihre Bereitschaft erhöht.

Mangels Stromversorgung blieben heute die Pforten der Volksschulen Seetal, Ramingstein und St. Andrä geschlossen. Morgen sind bis auf St. Andrä wieder alle Schulen geöffnet.

Entspannt hat sich im Lungau auch die Verkehrslage. Einige Straßensperren wurden aufgehoben, wie die Muhrer Landesstraße (L216) und die Gemeindestraße nach Hintermuhr. Ab dem Ortsteil Fall hat die Lawinenwarnkommission aus Sicherheitsgründen eine Straßensperre während der Nachtstunden angeordnet. „Durch die intensiven Aufräumarbeiten konnte die Normalität im Alltag weitgehend wiederhergestellt werden“, sagte der Lungauer Katastrophenschutzreferent Philipp Santner.

Einige Straßensperren bleiben weiterhin aufrecht. Wie das Landes-Medienzentrum informierte, ist die Prebersee Straße (L262) ab der Ortschaft Haiden bis zur Landesgrenze Steiermark wegen umgestürzter Bäume voraussichtlich bis Freitag 12.00 Uhr nicht befahrbar, ebenso die Bundschuh Straße (L267) ab dem Hochofen-Museum. Die Freigabe der Göriacher (L231) Straße wird nicht vor kommenden Montag erwartet. Bis auf Weiteres gesperrt ist auch die Südrampe der Katschbergstraße (B99) auf der Kärntner Seite.




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