Letztes Update am So, 17.11.2019 16:10

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


IGGÖ wünscht sich große Moschee in jedem Bundesland



Der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ), Ümit Vural, wünscht sich für jedes Bundesland eine große Moschee. Die IGGÖ sollte „zumindest in jedem Bundesland eine Moschee haben mit dem Sitz der Religionsgemeinde, wo man einen Ansprechpartner hat“, sagte er im Interview mit der „Presse am Sonntag“.

„Wenn man eine Religionsgemeinschaft in einem Bundesland besucht, gibt es eine eigene Kirche oder Synagoge. Es spricht ja nichts dagegen, dass wir auch eine eigene Moschee haben“, argumentiert Vural. Statt zwei kleinere Moscheen in unmittelbarere Nähe zu errichten, wünsche er sich „dass man zusammen eine würdigere größere Moschee aufbaut“. Anders als für den früheren IGGÖ-Präsidenten Anas Schakfeh, der mit genau dieser Forderung 2010 für Wirbel im Wiener Wahlkampf gesorgt hatte, ist für Vural ein Minarett dabei „keine Pflicht“. „Man kann das modern und für die Öffentlichkeit vereinbar gestalten“, sagte er.

Die FPÖ warnte angesichts des Wunsches des Präsidenten vor einer „schleichenden Islamisierung“. „Dieser Entwicklung müssen wir entschieden entgegentreten. Der Islam ist nicht Teil unserer Geschichte und unserer Kultur - und wird das auch nie werden“, so FPÖ-Bundesparteiobmann Norbert Hofer in einer Aussendung am Sonntag.

Vural kündigte im Interview außerdem an, die Klage gegen das Kopftuchverbot an Volksschulen demnächst einbringen zu wollen: „Nun haben wir uns gewissenhaft vorbereitet, haben Gutachten eingeholt und werden Ende November, Anfang Dezember den Verfassungsgerichtshof anrufen können.“

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