Letztes Update am Di, 19.11.2019 13:18

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Weiterhin Unwetter in Italien, Überschwemmungen bei Bologna



Unwetter halten Italien weiter unter Druck. In Budrio nahe Bologna trat der Fluss Idice über die Ufer. Dutzende von Familien mussten ihre Häuser verlassen. Befürchtet wird, dass auch der Fluss Reno in der Region Emilia Romagna über die Ufer treten könnte. Heftige Niederschläge gab es auch im Piemont und in Ligurien.

In der piemontesischen Provinz Alessandria wurden die Schulen in 32 Kommunen geschlossen. In Ligurien gab es Erdrutsche im Raum zwischen Genua und Savona. Wegen des schlechten Wetters kam es zu Verkehrsproblemen auf den Autobahnen rund um Genua.

Inzwischen entspannte sich die Lage in Venedig, wo die Aufräumungsarbeiten nach dem Hochwasser der vergangenen Woche auf Hochtouren laufen. Die seit vergangener Woche geschlossene Universität Ca ́ Foscari war am Dienstag den Studenten wieder zugänglich. Die Universität meldete Schäden in Höhe von 400.000 Euro. In der Stadt regnete es am Dienstag, es gab jedoch kein Hochwasser.

Die Schlechtwetterfront belastete am Dienstag die Region östlich von Venedig. In San Michele al Tagliamento wurden einige Wohnungen überschwemmt. Auch in der friaulischen Provinz Pordenone gab es nach heftigen Niederschläge Überschwemmungen. Der Landwirtschaftsverband Coldiretti berichtete, dass die Zahl der Niederschläge in Italien im November sich gegenüber dem Vergleichsmonat 2018 um 121 Prozent verdoppelt habe. In den vergangenen zehn Jahren habe die italienische Landwirtschaft wegen Unwettern Schäden in der Größenordnung von 14 Mrd. Euro erlitten, berichtete Coldiretti.

Allein 2018 sei Italien 148 Mal von extrem starken Niederschlägen erschüttert worden. Diese verursachten 32 Todesopfer. 4.500 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen, berichtete der Umweltschutzverband Legambiente in einem am Dienstag in Rom vorgestellten Bericht zum Thema Klimawandel in Italien. Sieben Millionen Italiener leben in Gebieten, die durch Überschwemmungen und Erdrutschen gefährdet sind.




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