Letztes Update am Do, 21.11.2019 19:44

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Steirische SPÖ läutet die letzten 48 Wahlkampf-Stunden ein



Guter Laune und hoch motiviert ist die steirische SPÖ Donnerstagabend in Graz in den Endspurt gestartet. Spitzenkandidat Michael Schickhofer und seine Mannschaft ließen zufrieden den Wahlkampf Revue passieren. Eine junge Band sorgte mit STS-Hits für Stimmung, während im Hintergrund Videos vom Wahlkampf über den Bildschirm liefen.

Schickhofer zog unter Applaus der Funktionäre in die Parteizentrale ein und bedankte sich, von den SPÖ-Landesräten Doris Kampus, Anton Lang, Uschi Lackner sowie Klubobmann Hannes Schwarz und Landesgeschäftsführer Günter Pirker flankiert, in erster Linie bei den 4.000 Wahlhelfern. Und der Dank fiel großzügig aus: Einige von ihnen wurden - mittels Tombola ermittelt - mit von Schickhofer persönlich finanzierten Geschenken bedacht. Die zwei Hauptgewinne waren Smart-TVs, einer davon stolze 65 Zoll groß.

„Ich gehe sehr optimistisch in den Wahlsonntag“, meinte Landesrat Lang. Klubobmann Schwarz, der sich laut Pirker im Wahlkampf als „Stimmungskanone“ gemausert haben soll, zeigte sich vom roten Team tief beeindruckt. „Ich habe in diesem Wahlkampf viel gelernt. Zum Beispiel, dass einer von uns fünf Leberkässemmeln essen und trotzdem weiterarbeiten kann.“

Unterstützung bekam Schickhofer vom früheren Bundespräsidenten Heinz Fischer und dem Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser mittels Videobotschaft. Fischer wünschte seinem Parteifreund, dem er Dynamik und Handschlagqualität attestierte, „viel Resonanz am Sonntag“.

Pirker erinnerte daran, dass „wir am Anfang nicht wirklich motiviert waren und einiges investieren mussten“. „Aber am Ende hat es funktioniert. Es war ein wunderbarer Wahlkampf. Wir sind bei 20 Prozent gestartet und mussten uns jedes Zehntelprozent mühsam erarbeiten“, sagte er.

Auch Schickhofer zeigte sich mit dem Wahlkampf zufrieden. „Es war einzigartig, es hat Spaß und Freude gemacht und gibt Kraft. Die Menschen haben andere Sorgen als manche Wiener Analysten glauben. Wir kämpfen nicht für irgendwas, nicht für ein Amt, sondern für die Menschen“, so Schickhofer. „Es ist ein bisschen das Match David gegen Goliath, aber ihr wisst, wer am Ende gewonnen hat. Wir wollen, dass Zukunft gewählt wird. Gehen wir es die letzten 48 Stunden an“, rief er zu den letzten „48 Aktionen in 48 Stunden“ auf.

Gestartet werden diese Freitagfrüh mit einer Frühstücksaktion am Grazer Hauptbahnhof, es folgen weitere Beisltouren, Leberkäs-Trucks, Glühweinstände und vieles mehr. Besonders stolz zeigte sich die SPÖ über ihre mehr als 100.000 Hausbesuche, die auch in den letzten Stunden fortgesetzt werden. „Stimmung ist wichtig, Stimmen wären aber auch nicht schlecht“, fasste Pirker die Lage zusammen, bevor alle auf eine Leberkäsesemmel gingen, um sich für die letzten 48 Stunden Wahlkampf zu stärken.




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