Letztes Update am Mo, 25.11.2019 11:04

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Zahl der Toten nach Unwettern in Kenia auf 52 gestiegen



Nach schweren Unwettern in Kenia ist die Zahl der Todesopfer auf mehr als 50 gestiegen. Wie die Behörden am Montag mitteilten, starben die meisten Menschen bei Erdrutschen, die durch starke Regenfälle im Westen des ostafrikanischen Landes ausgelöst wurden. Bisher seien 52 Leichen geborgen worden, sagte der Gouverneur des Bezirks West Pokot, John Lonyangapuo. Die Zahl der Toten könne noch steigen.

Von starken Regenfällen ins Rutschen gebrachte Erd- und Geröllmassen hatten am Samstag Häuser in West Pokot und darin schlafende Menschen verschüttetet. Die Rettungskräfte haben Probleme, an einige der Unglücksorte zu gelangen, weil das Hochwasser auch Straßen und Brücken zerstört hat. Die kenianische Regierung schickte Militär- und Polizeihubschrauber in das Katastrophengebiet an der Grenze zu Uganda.

Auch andere Staaten in Ostafrika sind von den Unwettern betroffen. Im Westen Tansanias waren am Samstag mindestens zehn Menschen von einem reißenden Fluss erfasst worden und ertrunken. In Somalia wurden bereits Hunderttausende Menschen von den Wassermassen in die Flucht getrieben, im Südsudan wurden ganze Städte überflutet und in Äthiopien gab es dutzende Tote bei Erdrutschen und Überschwemmungen. Allein im Südsudan sind fast eine Million Menschen betroffen, die nun auch von Krankheiten und Hunger bedroht sind.

Starkregen und Überschwemmungen sind in Ostafrika keine Seltenheit. Experten bringen die schweren Unwetter in diesem Jahr mit einem Klimaphänomen in Verbindung, dem sogenannten Indischen-Ozean-Dipol, das mit Temperaturschwankungen an der Meeresoberfläche im Westen und Osten des Indischen Ozeans zusammenhängt. Vor der Ostküste Afrikas ist das Meer gerade wärmer als sonst, was zu mehr Verdunstung und stärkeren Regenfällen führt.




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