Letztes Update am Di, 26.11.2019 14:09

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Strache-Treffen mit Stronach schürt Gerüchte



Der frühere FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache schürt weiter Gerüchte über eine mögliche Rückkehr in die Politik. Am Dienstag wurde via Tageszeitung „Österreich“ ein Foto von einem Treffen mit dem austro-kanadischen Millionär Frank Stronach verbreitet, das vorige Woche in Oberwaltersdorf stattgefunden haben soll. Auch von einem Treffen mit blauen Funktionären war die Rede.

Sollte Strache wie kolportiert bei der Wiener Landtagswahl im kommenden Jahr antreten wollen, wäre er auf Geldgeber angewiesen. Stronach hatte in sein 2012 gegründetes und fünf Jahre später aufgelöstes „Team Stronach“ mehr als 20 Millionen Euro investiert. Zwischenzeitlich hatte auch Philippa Strache, die heute als aus der FPÖ ausgeschlossene „wilde“ Abgeordnete im Nationalrat sitzt, für das Team Stronach gearbeitet. Stronachs Anwalt Michael Krüger konnte zum Hintergrund des Treffens mit Strache auf APA-Anfrage vorerst nichts sagen.

Strache hatte die Wiener FPÖ zuletzt aufgefordert, ihn beim 2020 geplanten Parteitag antreten zu lassen, was von der Partei aber abgelehnt wurde. Seine Parteimitgliedschaft hatte die FPÖ Anfang Oktober suspendiert, nachdem Vorwürfe über angeblich missbräuchlich abgerechnete Spesen publik geworden waren. Wegen seines Liebäugelns mit einer Kandidatur bei der Wiener Landtagswahl und weil die SMS-Protokolle Straches in der Casinos-Affäre die FPÖ weiter belasten, steht mittlerweile aber auch ein Parteiausschluss im Raum.

Unterdessen gibt es einen FPÖ-Vertreter, der sich öffentlich ein Comeback von Strache vorstellen kann und darüber abstimmen will. Der Wiener Gemeinderatsmandatar Karl Baron sagte in einem Interview auf oe24.tv, dass sich „viele Parteifreunde in Wien wünschen, dass Heinz-Christian Strache wieder den Vorsitz in der Landespartei übernimmt“.

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Baron sitzt seit 2010 für die FPÖ im Wiener Gemeinderat und ist Präsident der Freiheitlichen Wirtschaft Wien. „Natürlich bleiben jetzt noch einige in Deckung. Aber dieses Thema wird heiß diskutiert. Dieses Facebook-Posting Straches war doch ein Friedensangebot an die Bundespartei, wir sollten über das Comeback abstimmen. Und die Bundesparteiführung sollte demokratische Entscheidungen zur Kenntnis nehmen“, sagte er.

Außerdem betonte der Mandatar laut oe24.at, dass viele Freiheitliche dem Ex-Parteichef das Ibiza-Video längst verziehen hätten. „Das war doch ein krimineller Akt auf einer Ferieninsel, das könnte jedem passieren. Und die Spesen-Geschichte wurde von einer Person initiiert, die auch an diesem Video-Fall beteiligt ist.“




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