Letztes Update am Mi, 27.11.2019 11:01

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Kritik nach Schiffsunglück mit tausenden toten Schafen



Die rumänische Tierschutzorganisation ARCA hat Videos von der Rettungsaktion für einen gesunkenen Frachter vor der Küste Rumäniens veröffentlicht, auf dem am Sonntag mehr als 14.000 Schafe ums Leben gekommen sind. Die Partner-NGO Vier Pfoten bekräftigte ob der erschütternden Aufnahmen ihre Forderung an die EU-Kommission, sich für ein völliges Export-Verbot von lebenden Tieren einzusetzen.

„Es ist wirklich schockierend zu sehen, was sich an Bord des Schiffes abspielt“, so Martina Pluda von Vier Pfoten. Jedes Jahr würden mehr als drei Millionen lebende Tiere aus der EU in Drittländer transportiert. „Das Massensterben von Nutztieren bei Transporten häuft sich“, meinte Pluda. Die Langstreckentransporte seien nicht nur grausam, sondern bergen auch große Risiken für die Tiere.

Der Viehfrachter „Queen Hind“ mit 14.600 Schafen war am Sonntag aus zunächst ungeklärter Ursache kurz nach der Abfahrt vom Hafen Midia an der Schwarzmeerküste gekentert. Die Besatzung, 20 Syrer und ein Libanese, sowie 32 Schafe konnten gerettet werden. Tierschützer verlangen nun eine genaue Untersuchung des Falls. Gabriel Paun von der Organisation Animals International sagte, das Schiff sei möglicherweise überladen gewesen. Die „Queen Hind“ habe schon einmal Motorprobleme gehabt.




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