Letztes Update am Mi, 27.11.2019 13:47

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Vier Tote und 16 Vermisste bei Bootsuntergang vor Melilla



Beim Untergang eines Flüchtlingsboots im Mittelmeer sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Nach 16 vermissten Migranten werde mit Einsatz eines Flugzeugs, eines Hubschraubers und eines Schiffs gesucht, berichteten die Nachrichtenagentur Europa Press und andere Medien am Mittwoch unter Berufung auf Behörden.

Der Notfall habe sich etwa 60 Kilometer nördlich der Küste von Melilla ereignet, hieß es. 56 Migranten, darunter zehn Frauen und drei kleine Kinder, seien am späten Dienstagabend lebend geborgen worden. Drei Leichen seien aus dem Meer geborgen worden, ein Migrant sei am Mittwoch seinen Verletzungen im Krankenhaus erlegen.

Die insgesamt 78 Migranten, die alle auf einem einzigen Boot im Alboran-Meer im westlichen Mittelmeer unterwegs waren, stammten den Angaben zufolge vorwiegend aus Ländern südlich der Sahara, aber auch aus Asien. Die Geretteten seien kurz vor Mitternacht mit einem Boot des spanischen Seerettungsdienstes nach Melilla transportiert worden. Die meisten seien dort in Krankenhäuser gebracht worden. Der Zustand von zwei Erwachsenen sei ernst, so die Behörden. Unterdessen werde im Alborán-Meer ein weiteres Flüchtlingsboot mit 73 Insassen gesucht, das mutmaßlich in Seenot geraten sei, schrieb Europa Press unter Berufung auf die Behörden.

Im Vergleich zum Vorjahr hat die Zahl der irregulären Einreisen auf dem Seeweg über die westliche Mittelmeerroute deutlich abgenommen. Nach der jüngsten Mitteilung der UN-Organisation für Migration (IOM) kamen dieses Jahr in Spanien bis 24. November knapp 23.000 Migranten an. Das sind nur halb so viele wie im selben Zeitraum des Vorjahres. Dies wird vor allem auf eine bessere Kooperation mit Marokko zurückgeführt.

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